Swiss groundet A220-Flotte

Airbus A220-300 der Swiss                         Jan Severijns

"Die Swiss hat sich entschieden, eine Triebwerksüberprüfung der A220-Flotte durchzuführen".

Die Flugzeuge müssen wegen Triebwerksproblemen einer umfassenden Inspektion unterzogen werden. Die Fluggesellschaft sprach von einem "erneuten Vorfall mit einem C Series/A220 Triebwerk von Pratt & Whitney".

Wie es auf der Swiss-Website heisst, führe die aktuelle technische Überprüfung mehrerer Flugzeuge zu einer spürbaren Einschränkung des Flugbetriebs, da zahlreiche Flüge annulliert werden müssen. "Wir werden alles dafür tun, den Flugbetrieb unserer C-Series-Flotte schnellstmöglich wieder zu normalisieren und weiterhin einen sicheren Flugbetrieb gewährleisten zu können".

Erst nach einwandfreier Inspektion werden die Flugzeuge wieder in den regulären Flugbetrieb zurückkehren. Wie ein Sprecher gegenüber SRF mitteilte, seien über 100 Flüge annulliert worden. Rund 10'000 Fluggäste sind von den Ausfällen betroffen. Doch der kanadische Konzern verkaufte das Flugzeugprogramm vergangenes Jahr an Airbus, die Franzosen tauften den Jet um. Deshalb erhielten die Maschinen auch die Airbus-Nomenklatur A220. Eine solche Störung kommt offenbar nicht zum ersten Mal vor: Es handelt sich bereits um den dritten Airbus-Vorfall dieser Art innerhalb von wenigen Monaten. Bei Swiss fliegen zwei Varianten, mit 125 und 145 Sitzen. An den Flughäfen war schnell zu sehen, dass alle Flüge ab Zürich und Genf, die mit Flugzeugen des Typs A220 geplant waren, annulliert oder auch verspätet waren. Eine Swiss-Maschine musste wegen einer Unregelmäßigkeit am Triebwerk auf dem Weg von London nach Genf außerplanmäßig in Paris landen. Die Maschinen verbrauchen deutlich weniger Treibstoff und können mehr Passagiere transportieren als die Jumbolinos, womit die Swiss mehr Geld verdienen kann.

Die Probleme mit den Vorzeigemaschinen sind ein herber Rückschlag für die Swiss.

Das Paradepferd der Swiss hatte ab 2016 schrittweise die veralteten Jumbolinos ersetzt.

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