Mindestens 40 Prozent: Zalando führt Geschlechterquote ein - dpa

Zalando führt Geschlechterquote ein

Zalando setzt sich neue, ambitioniertere Ziele für Diversität im Unternehmen.

Zalando will in den Führungsetagen weiblicher und diverser werden: Die Online-Modeplattform strebt bis 2023 ein 'ausgewogenes Verhältnis von Männern und Frauen auf den sechs obersten Führungsebenen' an. So soll der Anteil der Frauen in Führungspositionen künftig bei 40 bis 60 Prozent liegen. Zalando wolle sich diverser aufstellen, nicht nur beim Thema Geschlecht, sondern auch bei Internationalität und Bildung.

Deshalb führt das Unternehmen eine Geschlechterquote für sein Management ein. Ich bin davon überzeugt, dass diverse Teams eher dazu in der Lage sind, einzigartige Produkte und relevante Erlebnisse für Kunden zu kreieren sowie Wert für Stakeholder zu schaffen. Dazu gehören auch der Aufsichtsrat und der Vorstand. Diese lagen niedriger und sollen nun im Geschäftsbericht durch die Zielgröße von 40 Prozent auf den betroffenen Ebenen ersetzt werden.

Im Zalando-Vorstand sitzen bislang nur Männer - ein Umstand, der für Empörung und Verwunderung sorgt. 2018 waren dort elf beziehungsweise 16 Prozent der Führungskräfte Frauen. Im Aufsichtsrat beträgt die Frauenquote 33 Prozent. "Wir haben nicht genug Anstrengungen unternommen, um dem entstandenen strukturellen Ungleichgewicht entgegenzuwirken". Auf den sechs oberen Führungsebenen solle bis Ende 2023 ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern erreicht werden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Mit Morgan steht damit die erste Frau an der Spitze eines DAX-Konzerns.

Seit Anfang 2016 müssen die 100 größten börsennotierten und voll mitbestimmungspflichtigen Unternehmen in Deutschland nach dem Aktiengesetz mindestens 30 Prozent der Posten in ihren Kontrollgremien mit Frauen besetzen.

In den Topetagen börsennotierter Unternehmen sind heute so viele Frauen vertreten wie nie. Auch bei den jüngeren Startup-Unternehmen ist dies der Fall.

Laut Managerinnen-Barometer 2019 des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) lag der Frauenanteil in den Vorständen der Unternehmen, die an die Quote gebunden sind, Ende 2018 bei gerade einmal 8,5 Prozent, etwa einen halben Prozentpunkt höher als ein Jahr zuvor.

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