"Nahles-Rente": Verdi und Talanx machen ersten Abschluss

Produktgeber ist "Die Deutsche Betriebsrente", eine Konsortiallösung von Zurich und der Gesellschaft in Hannover. Denn das erste Unternehmen, das seiner Belegschaft die neueste bAV-Durchführungsform anbieten wird, ist der Talanx Konzern selbst. Die Zurich will ihren Mitarbeitern hierzulande bald ebenfalls ein Angebot unterbreiten. Die Umsetzung erfolgt, sobald die Zustimmung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vorliegt. Das gelte auch für die Kollegen der HDI Versicherungen, so Talanx auf Nachfrage.

Als erste Gewerkschaft hat sich Verdi mit dem Versicherungskonzern Talanx auf ein neues Modell zur betrieblichen Altersvorsorge nach der sogenannten "Nahles-Rente" verständigt. Produktgeber für das Angebot wird "Die Deutsche Betriebsrente" sein. "Die Deutsche Betriebsrente" von Talanx und Zurich Deutschland, die den Zuschlag für die Talanx-Vereinbarung erhalten sollen, kalkuliert mit 50 Prozent Aktienquote.

Auch der Konsortialführer Zurich will "Die Deutsche Betriebsrente" beauftragen, ihren inländischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Sozialpartnermodell zur Verfügung zu stellen.

Sie trat zum 1. Januar 2018 in Kraft und sollte Regelungen zwischen den Tarifparteien erleichtern.

Unter der damaligen Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) hatte die große Koalition 2017 das Betriebsrenten-Stärkungsgesetz (BRSG) verabschiedet (24.11.2017). Auch Experten mahnten Nachbesserungen an, um die Akzeptanz bei Arbeitgebern und Mitarbeitern zu erhöhen, sonst werde die Einführung eines Obligatoriums immer wahrscheinlicher (7.6.2019).

Im März hatte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di bereits verlauten lassen, dass eine tarifvertragliche Vereinbarung zum Sozialpartnermodell (SPM) kurz vor dem Abschluss stünde.

Jetzt sieht Fabian von Löbbecke, bei Talanx Vorstand für betriebliche Altersversorgung (bAV) und mitverantwortlich für "Die Deutsche Betriebsrente", den Bann gebrochen: "Das Sozialpartnermodell lebt, allen Unkenrufen zum Trotz".

Das ermögliche höhere Renditen und deshalb auch höhere Renten für Arbeitnehmer. Die Stärke des Sozialpartnermodells sind rendite- und sicherheitsorientierte Lösungen, die keine Garantien benötigen. Da eine Beitragszusage keine Garantien enthält, bietet sie mehr Freiheiten für die Kapitalanlage als die angestammten, mit Garantien ausgestatteten Produkte von Pensionskassen, Pensionsfonds und Direktversicherungen. "Glättungs-Mechanismen sorgen dafür, dass die Zielrenten auch bei Bewegungen am Kapitalmarkt stabil bleiben", so Talanx weiter.

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