Nordrhein-Westfalen:Autozulieferer Brose baut 2000 Arbeitsplätze ab

In Ba,berg Hallstadt Coburg Würzburg und Berlin sollen Arbeitsplätze verloren gehen

Der Automobilzulieferer Brose will im Rahmen seines Sparprogramms "Future Brose" 2.000 Arbeitsplätze abbauen.

Die Aufnahme zeigt eine Büste von Max Brose, den Firmengründer des Autozulieferers Brose auf dem Werksgelände in Coburg. "Wir wollen die die Qualität verbessern und Kosten im mittleren dreistelligen Millionenbereich senken, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken", kündigte Brose-Chef Kurt Sauernheimer an. Als Gründe dafür nannte er den rückläufigen Markt in China und den Preisdruck.

Die Standorte Bamberg, Hallstadt, Coburg, Würzburg und Berlin sollen von dem Abbau betroffen sein.

Brose beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit 26.000 Mitarbeiter in 23 Ländern. Damit sollen Einsparungen von mehreren Hundert Millionen Euro erreicht werden, um den finanziellen Spielraum für Investitionen in die Erneuerung und das Wachstum zu schaffen und so auch künftig attraktive Arbeitsplätze anbieten zu können, hört man vom Zulieferer. Für mehr Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit hat die Unternehmensgruppe das Erneuerungsprogramm „Future Brose“ aufgesetzt. Brose werde die Fertigung von Schließsystemen von Wuppertal, wo derzeit rund 200 Mitarbeiter beschäftigt sind, verlagern. "Die IG Metall schließt nicht aus, dass damit auch hausinterne Fehler kaschiert werden sollen", sagte Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern.

Nach Angaben von Brose sind vor allem Jobs in den Zentral- und Geschäftsbereichen betroffen. Weiter heißt es, man sei entschlossen, in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitervertretungen betriebsbedingte Kündigungen weitgehend zu vermeiden. Die Anzahl der Auszubildenden werde jedoch ab dem kommenden Jahr um zehn Prozent reduziert. "Weitere Möglichkeiten sind Altersteilzeit und Aufhebungsverträge". "Dazu haben wir das größte Erneuerungsprogramm in der Unternehmensgeschichte angestoßen".

Das teilte das Familienunternehmen aus Coburg mit. Demgegenüber steht laut Brose die Umschulung von Mitarbeitern im Hinblick auf die Digitalisierung in Entwicklung, Verwaltung und Produktion. Dafür sucht der Automobilzulieferer verstärkt Software- und IT-Spezialisten.

Related:

Comments

Latest news

EZB: Christine Lagarde folgt auf Mario Draghi
Die Staats- und Regierungschefs der EU haben Christine Lagarde zur Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) ernannt. Die Staats- und Regierungschefs hatten sich im Juli auf die frühere Chefin des Internationalen Währungsfonds verständigt.

Italienische Konzerne bekräftigen Interesse an Alitalia
Die seit vielen Jahren verlustträchtige Alitalia hält den Flugbetrieb seit der Insolvenz 2017 mit staatlichen Krediten aufrecht. Die AUA-Mutter Lufthansa teilte mit, sie sei lediglich an einer "kommerziellen Partnerschaft" mit Alitalia interessiert.

Nicht Tier, nicht Pilz: Einzeller "Blob" wird neue Zoo-Attraktion
Seine großen Feinde sind vor allem Licht und Trockenheit - Büroluft ist damit wohl das "Kryptonit" des Schleims. Es sieht aus wie ein Pilz , verhält sich aber wie ein Tier - und stellt die Wissenschaft damit vor neue Fragen.

Popstar stürzt von der Bühne
In einem Video, das den Moment nach dem Sturz zeigen soll, sind die Sängerin und ihr Fan wieder auf der Bühne. Das hätte böse enden können für Lady Gaga: Während eines Konzerts in Las Vegas stürzte sie von der Bühne .

Volvo macht den XC40 zum Elektroauto
Das technisch weitläufig verwandte Schwestermodell Polestar 2 kostet mit ähnlicher Antriebstechnik rund 60.000 Euro. In den kommenden Jahren will Volvo auf für weitere Baureihen ein Recharge-Modell anbieten.

Other news