Ausstand - Warnstreik der Flugbegleiter - in Leipzig fallen drei Flüge aus

Dutzende Verbindungen gestrichen Warnstreik wirkt sich auf Flugbetrieb in NRW aus

Die Kabinengewerkschaft Ufo hat den Warnstreik der Flugbegleiter der Lufthansa-Töchter Eurowings, Germanwings, Lufthansa Cityline und Sunexpress an mehreren deutschen Flughäfen von ursprünglich 5 bis 11 Uhr bis um Mitternacht verlängert.

Am Flughafen Berlin Tegel seien 15 geplante Eurowings-Abflüge ausgefallen, sagte eine Sprecherin der Berliner Flughäfen. "Da wird sicherlich noch einiges dazukommen". Reisende wird empfohlen, sich im Internet über den Status ihres Fluges informieren. Am größten Flughafen des Freistaats in München fielen am Sonntag einem Airport-Sprecher zufolge ein "paar wenige" Verbindungen aus.

In Dortmund seien von insgesamt drei Eurowings-Flügen am Sonntag bisher zwei gestrichen worden, eine Maschine aus Palma de Mallorca und ein Flieger am Abend nach München. Der Flughafen Berlin-Schönefeld sei von den Warnstreiks nicht betroffen. Das könnte sich im Laufe des Tages noch ändern.

Eurowings teilte am Sonntag auf seiner Internetseite mit, man wolle "die Auswirkungen des Streiks so gering wie möglich halten". "Wir werden ab morgen mit unseren Gremien darüber beraten, wie wir denn jetzt mit dieser Situation weiter umgehen", sagte Daniel Flohr, Vize-Vorsitzender der Gewerkschaft, der Deutschen Presse-Agentur.

Die Warnstreiks bei den Lufthansa-Töchtern waren kurzfristig angekündigt worden. Der Konzern bezweifelt die Vertretungsbefugnis der Gewerkschaft für das Kabinenpersonal und erkennt den Vorstand nicht als Verhandlungspartner an. Die Gewerkschaft hat für jede der fünf Fluggesellschaften Forderungen aufgestellt, die vom Lufthansa-Konzern teilweise bereits freiwillig geleistet werden. Nachdem die Lufthansa aber eine eine Gehaltserhöhung von 2 Prozent für die Kerngesellschaft angekündigt hatte, war der Streik kurzfristig abgesagt worden. Kunden der Lufthansa-Kernmarke müssen deshalb weiter mit einem Arbeitskampf rechnen.

Unmittelbar danach schob UFO weitere Tarifforderungen nach, die Lufthansa in einem Brief umgehend ablehnte. Darauf reagierte UFO am Samstag mit einer erneuten Drohung, auch die Muttergesellschaft wieder zu bestreiken.

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