Straßenkämpfe und Explosionen :Festnahme von "El Chapo"-Sohn eskaliert"

Bild zu Culiacán

Der Sohn der Drogenbosses "El Chapo" wurde nach seiner Festnahme durch mexikanische Sicherheitskräfte offenbar wieder freigelassen. Daran beteiligt war auch Ovidio Guzmán López, ein Sohn des früheren Drogenbosses Joaquín "El Chapo" Guzmán. Dies dementierte ein Anwalt von dessen in den USA inhaftierten Vaters "El Chapo" Guzmán im Fernsehen. In der Folge hätten zahlreiche bewaffnete Männer das Haus umstellt. Laut Durazo waren sie den Soldaten zahlenmäßig überlegen.

Stundenlange Schiessereien, zahlreiche Detonationen, Strassenblockaden, brennende Fahrzeuge - und das mitten am Nachmittag: In der nordmexikanischen Stadt Culiacán haben sich am Donnerstag Sicherheitskräfte und Mitglieder des Sinaloa-Drogenkartells heftige Auseinandersetzungen geliefert. Zur Festnahme kam es nun nach Angaben von Sicherheitsminister Durazo, als eine Patrouille der Nationalgarde in Culiacán attackiert wurde. Mexikos Sicherheitsminister bestätigte am Freitag, dass gegen Ovidio Guzmán ein amerikanischer Haftbefehl mit Auslieferungsbegehren vorliege. Terrorisierte Bewohner hasten durch die Strassen, Autofahrer stürzen aus ihren Fahrzeugen und bringen sich in Deckung, in Restaurants, Schulen, Büros geraten Menschen wegen der ständigen Maschinengewehrsalven in Panik. Massive Gegenwehr von Bandenmitgliedern führte zu einem Rückzug der Soldaten, in der nordmexikanischen Stadt Culiacán spielten sich derweil kriegsähnliche Szenen ab. Auch an anderen Orten der Stadt hätten die Kriminellen "gewaltsame Aktionen" ausgeführt und damit für "Panik" gesorgt. Nach Angaben von Journalisten der Nachrichtenagentur AFP blockierten die bewaffneten Angreifer Straßen und Autobahnen rund um die 750.000-Einwohner-Stadt Culiacán und brachten das öffentliche Leben damit zum Erliegen. Aus Kreisen der Regierung des Bundesstaates Sinaloa hieß es, mehrere Polizisten hätten Verletzungen erlitten. Eine unbekannte Zahl von Häftlingen im Gefängnis Aguaruto de Culiacán nutzte nach Angaben aus Regierungskreisen das Chaos, um auszubrechen.

Die Regierung von Sinaloa erklärte, sie bemühe sich darum, die Ruhe in Culiacán wiederherzustellen.

Mexikos Staatschef López Obrador hat seit seinem Amtsantritt Ende 2018 immer wieder zugesagt, die Kriminalität im Land wirksam bekämpfen zu wollen. Zugleich rief sie die Bevölkerung auf, "ruhig zu bleiben, die Straßen zu meiden und sehr aufmerksam auf Warnhinweise der Behörden zu der sich entwickelnden Lage zu achten".

"El Chapo" Guzmán war im Juli in New York zu lebenslanger Haft verurteilt worden, nachdem er in Mexiko gefasst und Anfang 2017 in die Vereinigten Staaten ausgeliefert worden war. Der langjährige Anführer des berüchtigten Sinaloa-Kartells galt einst als der mächtigste Drogenbaron der Welt. Trotz seiner Inhaftierung schmuggelt sein Kartell weiterhin die meisten Drogen in die USA. Bislang kann er aber keine großen Erfolge vorweisen. Mindestens acht Menschen starben und 16 wurden verletzt, wie der mexikanische Verteidigungsminister Luis Cresencio Sandoval mitteilte.

Related:

Comments

Latest news

Ausstand - Warnstreik der Flugbegleiter - in Leipzig fallen drei Flüge aus
Darauf reagierte UFO am Samstag mit einer erneuten Drohung, auch die Muttergesellschaft wieder zu bestreiken. Unmittelbar danach schob UFO weitere Tarifforderungen nach, die Lufthansa in einem Brief umgehend ablehnte.

Solo-Debüt: Felix Kummer erobert die Albumcharts
Im Single-Ranking steht die Australierin Tones And I mit "Dance Monkey" zum dritten Mal auf Platz eins. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK ) gab diese freudige Nachricht am Freitagnachmittag bekannt.

Längster Nonstop-Flug: New York-Sydney in 19 Stunden
Um herauszufinden, wie müde sie dabei wurden, haben Wissenschaftler ihre Gehirnströme gemessen und ihr Reaktionsvermögen getestet. Nach sechs Stunden folgte ein kohlenhydratreiches Essen, das Licht wurde gedimmt, um so die Nacht durchschlafen zu können.

Heid Klum: Alien oder Nofretete? - Model gibt Hinweis auf Halloween-Kostüm
Heidi veröffentlicht einen weiteren Clip, der ein Hinweis auf ihr aufwendiges Halloween-Kostüm ist. Ihre Fans könnten die Prozedur live in einem Schaufenster in New York mitverfolgen.

IS bekennt sich zu Anschlägen auf das Parlament in Teheran
Ein Dritter Angreifer wurde verhaftet, dennoch ist vom IS bisher keine offizielle Verlautbarung getroffen worden. Der iranische Geheimdienst sprach von Terroranschlägen, ohne jedoch direkt den IS zu erwähnen.

Other news