Australien: Warum die Zeitungen geschlossen ihre Titelseiten schwärzen

Schwarze Titelbilder am Montag Protest gegen Einschränkungen der Pressefreiheit in Australien

Die Blätter erschienen heute mit geschwärzten Titelseiten. Auf Blättern wie dem "Sydney Morning Herald" oder dem "Australian" verdeckten schwarze Balken Text und Fotos. Sie kritisieren, im Namen der Sicherheit seien Gesetze erlassen worden, die die Arbeit von Journalisten erschwerten.

Insgesamt 19 Zeitungen und Journalistenverbände beteiligten sich an der Aktion.

Die Aktion sei ein Protest gegen die Beschneidung der Pressefreiheit durch die rechtskonservative Regierung von Premier Scott Morrison.

Nach Angaben des Bündnisses verabschiedete das australische Parlament in den vergangenen Jahren mehr als 60 Gesetze, die das Aufdecken von Skandalen und Missständen erschweren. Jüngstes Beispiel waren die Polizeidurchsuchungen beim öffentlich-rechtlichen Sender ABC und in der Wohnung einer Zeitungsjournalistin, deren Rechtmäßigkeit derzeit vom Höchstgericht untersucht wird. Damit protestieren sie gegen die fortschreitende Einschränkung der Pressefreiheit - und stellen klare Forderungen an die Regierung. So meinte etwa der Chef des australischen Rundfunksenders ABC, David Anderson: "Australien läuft Gefahr, die geheimnisvollste Demokratie der Welt zu werden".

Die Medienfreiheit war im Juni erneut Thema, als die Polizei in der Zentrale des ABC in Sydney und dem Haus einer Redakteurin der News Corp wegen des Verdachts, nationale Geheimnisse erhalten zu haben, eine Razzia durchführte. In beiden Fällen drehen sich die Ermittlungen um die Veröffentlichung geheimer Informationen, die die Regierung und die Sicherheitsdienste in einem schlechten Licht dastehen ließen. Die Zeitungsjournalistin hatte über Versuche der Behörden berichtet, die heimische Kommunikation von Australiern umfassend ausspionieren zu dürfen.

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