Brüssel und London halten rasche Brexit-Einigung für möglich - Panorama

Zwei Demonstrantinnen mit britischen und EU-Flaggen vor dem britischen Parlament

Er könne sich derzeit "nicht vorstellen, dass die Staats- und Regierungschefs morgen mehr sagen als ‚Das sieht nicht so schlecht aus'". Sie unterstrich, dass aus Sicht der EU eine harte Grenzziehung auf der irischen Insel verhindert werden müsse. Johnson hatte am Mittwochnachmittag noch von "mehreren unerledigten Problemen" gesprochen, aber ebenfalls eine Möglichkeit gesehen, beim EU-Gipfel "ein gutes Abkommen zu sichern".

Auf der Suche nach einer Lösung hat derweil EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Donnerstagmorgen mit dem britischen Premierminister Boris Johnson gesprochen. Sie fügte hinzu, es sei möglich, dass es vor dem geplanten Austrittsdatum am 31. Oktober noch einen Sondergipfel geben werde. "Alles läuft in die richtige Richtung", sagte er. "Heute sind wieder einige Zweifel von der britischen Seite aufgekommen".

Sollte der bis Freitag dauernde Gipfel ein Brexit-Abkommen billigen, müsste dies dem britischen Unterhaus vorgelegt werden, das einen von Johnsons Vorgängerin Theresa May ausgehandelten Brexit-Vertrag bereits dreimal abgelehnt hatte. Dennoch würde er sich im Fall der Fälle der Vorgabe beugen, wie Brexit-Minister Stephen Barclay bekräftigte.

Am Samstag soll - so die Planungen - das Parlament in London zu einer Sondersitzung zusammenkommen, um über den Deal abzustimmen.

Im Kern ging es um die Frage, wie die Grenze zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Staat Irland offen gehalten werden kann. In den vergangenen Tagen legte die britische Seite nach EU-Angaben noch einmal nach. Varadkar äußerte sich am Mittwoch nach Telefonaten mit Johnson und der EU-Kommission optimistisch. Die nordirische Partei DUP erklärte am Donnerstag, sie werde den von Johnson mit der EU verhandelten Deal über einen Brexit nicht unterstützen. Der Premier hat keine Mehrheit im Unterhaus und ist auf jede Stimme angewiesen. Knackpunkt könnte sein, dass künftig wohl doch eine Zollgrenze zwischen der EU und Großbritannien in der Irischen See verlaufen könnte.

Ein solcher Vorschlag war schon einmal in London auf heftigen Widerstand gestoßen. Am Mittwoch wollte er den Dialog laut Downing Street fortsetzen.

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