Lufthansa-Töchter: UFO verlängert Streik der Flugbegleiter bis Mitternacht

Die Kabinengewerkschaft Ufo hat für Sonntagmorgen zu Warnstreiks bei den Lufthansa-Töchtern Eurowings Germanwings Lufthansa Cityline und Sunexpress aufgerufen

Die Gewerkschaft hatte den Warnstreik am Morgen von ursprünglich 6 auf 19 Stunden bis Mitternacht bei den Konzerntöchtern Eurowings, Germanwings, Lufthansa Cityline und Sunexpress verlängert.

An mehreren deutschen Flughäfen könnte es am Sonntag zu Störungen des Flugverkehrs kommen. Bei Eurowings selbst hieß es auf APA-Anfrage, Auskunft über die Auswirkungen könne erst nach Ablauf des Streikfensters gegeben werden. Das teilte die Gewerkschaft am frühen Sonntagmorgen mit. Auch am Flughafen Köln-Bonn sind 33 Eurowings- und Sunexpress-Flüge zwischen 5.00 und 11.00 Uhr geplant.

Schlechte Nachrichten für Flugpassagiere: Die Kabinengewerkschaft Ufo hat ihren Warnstreik auf den ganzen Sonntag ausgeweitet. Der Konzern habe nicht mehr nur mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen, sondern auch mit Arbeitsplatzverlust gedroht. Ein Eurowings-Sprecher erklärte, dass nur tarifvertraglich fest vereinbarte Zuschläge gezahlt würden. "Im Moment ist die Hälfte der Abflüge betroffen".

Es geht um mehr als 300 Verbindungen mit geschätzt rund 60.000 Gästen an Flughäfen wie Frankfurt am Main, Düsseldorf, Stuttgart, Berlin oder Hamburg. "Da wird sicherlich noch einiges dazukommen". Passagiere sollen sich vor Abflug im Internet über den Status der geplanten Flüge informieren, empfahl die Airline. Die Flughäfen meldeten insgesamt etwa 100 gestrichene Verbindungen. Am Sonntagmorgen hatte der angekündigte Warnstreik der Kabinengewerkschaft Ufo begonnen. Der Konzern hatte sich zuvor kurzfristig bereiterklärt, 2,0 mehr Gehalt zu zahlen - gefordert hatte Ufo nur 1,8 Prozent. Unmittelbar danach schob Ufo weitere Tarifforderungen nach, die Lufthansa mit dem Brief umgehend ablehnte. Wenig später hatte die Gewerkschaft Ufo die schon seit Montag angekündigten Ausstände bei der Konzernmutter Lufthansa wieder abgeblasen. In einem Führungsstreit sind mehrere Vorstände zurückgetreten, darunter auch der langjährige Vorsitzende Nicoley Baublies. Die Airports Graz, Linz und Innsbruck hatten keine Verbindungen dieser Lufthansa-Tochter am Flugplan und daher auch keine Ausfälle infolge der Arbeitsniederlegungen in Deutschland. Das hängt davon ab, wie stark die Gewerkschaft Ufo ihre Mitglieder mobilisieren kann und wie gut es den Fluggesellschaften gelingt, Ersatz für streikendes Personal zu organisieren.

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