Niederländische Einsiedler-Familie: Auch Vater festgenommen

Kriminalität

Der 67-Jährige ist ebenso festgenommen worden wie zuvor der österreichische Mieter des Hofes. Nunmehr ist bekannt, dass er, der zuerst als Wiener angegeben worden war, aus einer Gemeinde im Bezirk Perg (Oberösterreich) stammt. Er habe ein kleines Bauernhaus in Pabneukirchen geerbt und 1983 verkauft, dann soll er laut LKA nach Wien übersiedelt sein.

Niederländische Medien berichten, dass die Polizei hinter einem Schrank im Wohnzimmer eine Treppe entdeckt hatte, die in den Keller führte.

Im mysteriösen Fall einer jahrelang isoliert lebenden Familie untersucht eine Spezialeinheit der niederländischen Polizei erneut den Bauernhof.

Der Fall der vermutlich seit 2010 völlig isolierten Familie auf einem Bauernhof nordöstlich von Amsterdam in Ruinerwold gibt weiter Rätsel auf.

Er wird ebenso wie ein 58 Jahre alter Österreicher der Freiheitsberaubung und weiterer Delikte verdächtigt. Er soll am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Kampusch wurde als Schulkind entführt und lebte über acht Jahre als Gefangene in einem Keller. Am Donnerstag hatte es aber deutliche Hinweise gegeben, dass zumindest der jetzt festgenommene Vater der Familie Mitglied einer Sekte gewesen war.

Das Gericht der Provinz Noord-Holland in den Niederlanden hat die Untersuchungshaft über den 58-jährigen Österreicher für die Dauer von 14 Tagen verhängt. "De Telegraaf" berief sich auf Angaben eines Verwandten des 67-jährigen Vaters der Familie, der selbst ein Mitglied ist. Angeblich erwartete sie "das Ende der Zeiten". Sie waren für unbekannte Zeit zuvor in Hasselt bei Zwolle, 17 Kilometer von Ruinerwold entfernt, Nachbarn.

Ein Sohn der Familie, ein 25 Jahre alter junger Mann, hatte Anfang der Woche in der Dorfschenke um Hilfe gebeten und dadurch die Sache ins Rollen gebracht. Später habe er in Zwartsluis gelebt, jener Ortschaft, wo der Vater bis 2008 einen Spielwaren- und Holzhandel betrieben hat.

Der Bürgermeister des Ortes Ruinerwold, Roger de Groot, sagte gegenüber niederländischen Medien, dass es sich bei dem Verhafteten nicht um den Vater der Familie handele. Er verlegte auch Holzböden, Schiffsverkleidungen, verkaufte Holzspielzeug, Pellets und Kleinmöbel auf Märkten. Auch während seiner Zeit in Österreich war der 58-jährige als Tischler tätig. "Wir denken, dass die sechs Personen dort nicht aus freiem Willen gelebt haben", sagte die Sprecherin der Polizei der Provinz Drenthe. Auf dem abgelegenen, von Bäumen und Hecken umgebenen Bauernhof könnte sich die Familie von auf dem Gelände angebauten Gemüse ernährt haben - auch Tiere, unter anderem eine Ziege, sind dort gehalten worden. Weitere Angaben wurden vorerst nicht gemacht. Das könnte erklären, warum niemand die Kinder vermisst hat.

Der Vater wird auch der Misshandlung verdächtigt, da er den Kindern wahrscheinlich ärztliche Versorgung vorenthalten habe.

Der 25-Jährige soll Medienberichten zufolge in sozialen Netzwerken aktiv sein. Die Polizei hatte dann auf dem Hof die Familie entdeckt. Sowohl das Alter wie auch die Vaterschaft sind aber noch Gegenstand der Ermittlungen. Viele ihrer Mitglieder leben heute teils von Spendengeldern.

Auch die Frage, ob sich alle Personen unfreiwillig auf dem Hof aufgehalten haben, war bisher noch ungeklärt, bisher gebe es aber keine derartigen Indizien.

Die sechs erwachsenen Kinder im Alter von 18 bis 25 Jahren würden versorgt und seien an einem sicheren Ort.

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