Studie: Viele afrikanische Migranten gehören zu besser Gebildeten

Afrikanische Migranten in der libyschen Stadt Khoms

Eine UN-Studie gibt Einblick in ihre Situation. Im Schnitt seien sie mindestens drei Jahre länger ausgebildet worden als Gleichaltrige in ihren Heimatländern. Das geht aus einem neuen Bericht des UN-Entwicklungsprogramms UNDP hervor, der am Montag in New York veröffentlicht wurde.

"Daraus lässt sich schließen, dass eine verstärkte Bildung den Horizont und die Ambitionen des Einzelnen erheblich erweitert hat", heißt es im Bericht.

Der Studienstart ist aufregend, aber der neue Alltag muss auch strukturiert und organisiert werden.

UNDP-Chef Achim Steiner hob hervor, dass Migration ein Widerhall des Entwicklungsfortschritts in ganz Afrika sei. Für ihn seien die "Grenzen der Möglichkeiten" und "Chancen" wichtige Gründe für die Migration.

Befragt wurden insgesamt 1970 Afrikaner aus 39 Ländern, die auf irregulären Wegen nach Europa kamen und inzwischen in 13 verschiedenen Staaten leben. 93 Prozent von ihnen gaben an, auf ihrer Reise mit Gefahren konfrontiert gewesen zu sein. In Berlin machen die Panda-Babys ihre Augen auf und in Mexiko tobt der Drogenkrieg. Die Hälfte der Befragten gab jedoch an, nicht genug zu verdienen.

Ein wesentlicher Faktor dafür, dass Migranten in Europa bleiben und arbeiten, sei, dass sie "Scham" empfinden, wenn ihre Mission genügend Geld nachhause zu schicken nicht erfüllt wurde, so das UNDP.

Der Bericht stellt fest, dass ein Arbeitsplatz nicht die einzige Motivation für den Umzug war, sowie dass nicht alle irregulären Migranten in Afrika "arm" waren oder ein niedrigeres Bildungsniveau hatten.

Das Durchschnittsalter der Befragten lag bei Ankunft in Europa bei 24 Jahren.

Etwa 53 Prozent der Befragten hatten Unterstützung von Familie und Freunden erhalten, um auszureisen, und etwa 78 Prozent schickten von Europa aus Geld zurück. Trotzdem sagten nur zwei Prozent, dass sie die Reise nicht angetreten hätten, wenn sie gewusst hätten, was auf sie zukommt. Vielfach hätten die Menschen aber ein Gefühl des Versagens, nicht ausreichend finanzielle Mittel in die Heimat transferieren zu können.

Die Befragen waren vor allem auf dem gefährlichen Seeweg von Libyen oder Marokko nach Europa gekommen.

Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind im Jahr 2019 bislang mehr als 91.000 Migranten nach Europa eingereist - deutlich weniger als in den Vorjahren. Die IOM geht davon aus, dass dieses Jahr mehr als 1000 Migranten bei der Überfahrt im Mittelmeer starben.

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