Wirecard geht nach Vorwürfen in Offensive - Sonderprüfung durch KPMG eingeleitet

Wirecard-Chef Markus Braun beauftragt KPMG mit einer unabhängigen Untersuchung

KPMG werde zu gegebener Zeit einen Untersuchungsbericht vorlegen und sei allein dem Aufsichtsrat verpflichtet. Das Ergebnis des Berichts werde veröffentlicht, hieß es. Das Vertrauen der Investoren dürfte damit steigen, schrieb Deshpande. Diesbezügliche Medienberichte von Ende vergangener Woche hatte Aufsichtsratschef Wulf Matthias noch am Wochenende zurückgewiesen. Mainfirst-Analyst Chandramouli Sriraman blies in dasselbe Horn: "Die einzig langfristige Lösung ist ein höheres Maß an Offenlegungen in den Kerngeschäftssegmenten und geographischen Standorten von Wirecard". Regulärer Prüfer der Konzernbilanzen ist EY. Wirecard war vor einem Jahr in den deutschen Aktien-Leitindex Dax aufgestiegen, und zählt seitdem zu den wichtigsten deutschen Aktiengesellschaften. Laut FT ist es zweifelhaft, dass Al Alam In der Tat hat Wirecard so viel Arbeit geleistet, weil viele Unternehmen, die als Kunden gemeldet wurden, nie von dem Unternehmen gehört hätten. Die "FT" hatte vergangene Woche unter Berufung auf interne Dokumente von Wirecard berichtet, dass der Konzern bei Auslandstöchtern in Dubai und Irland Umsatz und Gewinn künstlich aufgebläht habe.

"Wir gehen davon aus, dass die erneute unabhängige Prüfung dazu führt, alle weiteren Spekulationen endgültig zu beenden", sagte Matthias. "Ich bin überzeugt, dass durch die unabhängige Untersuchung das Vertrauen in unser erfolgreiches und stark wachsendes Geschäft gestärkt wird".

Die Financial Times hat seit Januar mehrere Artikel über fragwürdige Buchungspraktiken bei Wirecard veröffentlicht, was die Aktie immer wieder unter Druck gesetzt hat. Im Zuge von Untersuchungen musste Wirecard im Frühjahr einräumen, dass einige Geschäfte in Singapur falsch verbucht wurden. Systematische Luftbuchungen schließt das Unternehmen aus, auch wenn sich einige Mitarbeiter strafbar gemacht haben könnten.

Der Fall beschäftigt weiter die Behörden. Der Konzern wies die Vorwürfe stets zurück und beschuldigte die Zeitung, mit Marktteilnehmern zusammenzuarbeiten, die auf fallende Kurse setzen - sogenannte "Short-Seller".

Die Bafin verbot zeitweise sogar neue Leerverkäufe mit der Wirecard-Aktie.

Das Unternehmen geht wiederum rechtlich per Strafanzeige gegen Mitarbeiter der Londoner Zeitung vor, weil sie mit Spekulanten unter einer Decke stecken sollen.

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