Kein G7-Gipfel in Trump-Hotel

Bild zu USA wollen G7 Gipfel 2020 in Trumps Golfhotel in Miami abhalten

Nun aber ist es so weit.

US-Präsident Donald Trump wird den nächsten G7-Gipfel 2020 nun doch nicht in der eigenen Hotelanlage abhalten.

Donald Trump im Jahr 2016 - damals noch als Präsidentschaftskandidat - bei einer Rede vor seinem Golfclub "Trump National Doral" in Miami im US-Bundesstaat Florida. Die Suche nach einem neuen Austragungsort beginne sofort, schrieb er. So richtete 2012 beispielsweise Präsident Obama einen G7-Gipfel im Camp David aus, einer Erholungsanlage für amtierende Präsidenten im Besitz der Regierung der Vereinigten Staaten. Trump ist 2020 der Gastgeber und kann damit den Ort auswählen. Auch Mulvaney betonte, das Hotel sei für die Ausrichtung deutlich günstiger als andere Orte. Trump werde davon nicht profitieren, betonte er.

Die Entscheidung stieß auf Kritik - auch bei den Republikanern. Trump schlage keinen Profit daraus. Doch wie üblich seien die "feindseligen Medien und deren demokratische Partner ausgeflippt".

Nach anhaltender Kritik will Donald Trump den G7-Gipfel im kommenden Jahr nun doch nicht in einem seiner eigenen Hotels in Miami ausrichten. Er sagte damals, das Trump National Doral liege nur wenige Minuten vom Flughafen entfernt, jede Delegation könne eigene Gebäude mit 50 bis 70 Zimmern haben.

Zuvor hatte der US-Präsident seinen Club besonders ausführlich angepriesen - ganz im Stil einer Werbekampagne: Er sprach von einem "großartigen Ort" für den Gipfel. Das Gelände ist gewaltig, viele hundert Hektar.

Ein Finanzbericht zeigte, dass der Umsatz des Klubs kaum gewachsen ist - um eine Million Dollar auf 76 Millionen Dollar. Trump profitiere davon nicht finanziell. Mulvaney sagte, Trump sei sich bewusst, dass die Entscheidung zum G7-Gipfelort Diskussionen nach sich ziehen werde. "Der Präsident weiß das". Er sei aber bereit, sich dem zu stellen.

Trump nahm den Entscheid schliesslich am Sonntag zurück.

Die Entscheidung fällt mitten in die Zeit, in der dem Präsidenten vorgeworfen wird, er habe sein Amt missbraucht, um sich selbst einen politischen Vorteil zu verschaffen. Die Demokraten im Repräsentantenhaus führen Untersuchungen, die zu einem Amtsenthebungsverfahren gegen Trump führen könnten. Sie werfen ihm vor, sein Amt missbraucht zu haben - mit dem Ziel, dass sich eine ausländische Regierung zu seinen Gunsten in den Wahlkampf einmischt.

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