Titel entzogen: Thailändischer König lässt Geliebte fallen

Zweitfrau für einen Sommer Thailands König verstößt Geliebte. König Maha Vajiralongkorn mit Beinamen Rama X

Es war das erste Mal seit fast einem Jahrhundert, dass sich ein thailändischer König offiziell zu einer Geliebten bekannte. Die ehemalige Leibwächterin und Krankenschwester war seit Juli praktisch die Zweitfrau neben Königin Suthida (41) - allerdings nur einen Sommer lang. Kurz darauf erhob er seine Geliebte Sineenatra dann zur offiziellen Konkubine. Auf einem weiteren Fotos hielt sie die Hand des Königs. Begründet wurde die Degradierung am Montag vom Palast damit, dass die ehemalige Krankenschwester gegen den Willen des Königs verstoßen habe und illoyal gegenüber der Monarchie gewesen sei. Und offenbar wollte sie laut Medienberichten sogar selbst Königin werden.

Der 34-Jährigen werde vorgeworfen, der Ehefrau des Königs, Suthida, im Amt der Königin Konkurrenz gemacht zu haben, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine offizielle Stellungnahme: "Sineenats Verhalten missachtete die Monarchie, führte zu Konflikten unter den Beamten des Königshauses und führte zu Missverständnissen in der Öffentlichkeit". Sie trug bislang den Titel eines Generalmajors.

Erst vor einigen Wochen hatte König Maha Vajiralongkorn öffentlich gemacht, dass er neben seiner Ehefrau, Königin Suthida, eine Beziehung zu Sineenat Wongvajirapakdi unterhält.

Die Degradierung kommt nun ebenso überraschend wie die Beförderung vor nicht einmal drei Monaten. Das Interesse daran war so enorm, dass die Website des Königshauses zusammenbrach.

Im alten Königreich Siam war es für Monarchen nicht unüblich, neben der Gattin eine zweite Frau zu haben - oder auch mehrere. Der Vater des heutigen Monarchen, König Bhumibol, war 66 Jahre lang mit seiner Frau Sirikit verheiratet. Er war zuletzt vor 98 Jahren verliehen worden, als Thailand noch eine absolute Monarchie war. Sie ist heute 87. Über das, was ihr König abseits der offiziellen Termine macht, kann sich die Bevölkerung ansonsten nur in Sozialen Netzwerken informieren. Die Presse hält sich deshalb sehr zurück. Seit Übernahme des Throns 2016, nach dem Tod seines Vaters, lässt er an seinem Machtwillen keinen Zweifel.

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