Jeder 10. Mitarbeiter betroffen: AUA vor drastischem Stellenabbau

Archivbild

Die Austrian Airlines steht vor einem drastischen Stellenabbau.

Die Austrian Airlines verabschiedet sich von ihrem Ziel, heuer einen Gewinn zu schreiben. Schon länger wurde spekuliert, dass die Lufthansa-Tochter über ein dickes Sparpaket die Rückkehr in die Gewinnzone schaffen will.

Die Fluglinie kündigte am Donnerstag bis Ende 2021 Einsparungen von 90 Millionen Euro im Jahr an, dazu sollen auch 700 bis 800 Mitarbeiter abgebaut werden. Das mögliche "Maximum" des Stellenabbaus soll über die natürliche Fluktuation erfolgen, man rechnet hierbei mit 200 bis 250 Stellen. Allerdings wird die Lufthansa die Strecke Graz-Frankfurt ab dem Jahreswechsel wieder selbst abdecken - das heißt, die AUA-Crews dieser Strecke müssen wechseln: Sie sollen ab 1. April in Wien arbeiten. Zudem soll an jeder Schraube gedreht werden.

Denn die finanzielle Lage ist dramatisch: Nach neun Monaten ist der bereinigte operative Gewinn um 85 Prozent, von 110 auf 17 Millionen Euro, eingebrochen. "Die Maßnahmen sind zum Teil schmerzhaft, weil sie uns Substanz nehmen, die wir in den vergangenen Jahren mühsam aufgebaut haben", erklärte AUA-Chef Alexis von Hoensbroech. In den Sommermonaten, dem dritten Quartal, lag das Ergebnis bei 70 Millionen Euro - um ein ganzes Drittel unter dem des Vorjahreszeitraums. Die Kerosinrechnung alleine ist den Angaben zufolge heuer bisher um 47 Millionen Euro höher ausgefallen, das ist ein Anstieg um 14 Prozent.

"Die Billigflieger-Schwemme und die gestiegenen Kerosinkosten drücken auf die Ticketpreise und somit auf unser Ergebnis", erklärte Jani. 2018 betrug der bereinigte operative Gewinn 83 Millionen Euro.

Related:

Comments

Latest news

Ab diesen Destinationen lanciert die Swiss das Wilma-Boarding
Das neue Boarding-System sieht nämlich vor, dass Passagiere in Gruppen entsprechend ihres Sitzplatzes in die Maschine einsteigen. Mit dem neuen Boarding-Prozess geht diese Rechnung für Menschen, die gerne am Gang sitzen, wohl seltener auf.

SAP will mehr Geld ausschütten
Der deutsche Softwarekonzern SAP beabsichtigt, im kommenden Jahr mehr Geld an seine Aktionäre auszuschütten. Die Anteilseigner des Walldorfer Software-Konzerns SAP dürfen sich auf eine höhere Ausschüttung freuen.

Schlussspurt lässt Siemens jubeln - Dividende wird erhöht
Die bereinigte Ebita-Marge sank um 0,2 Prozentpunkte auf 11,5 Prozent und lag damit im Prognosekorridor von 11 bis 12 Prozent. Mit einem Endspurt hat der Münchner Technologiekonzern seine Ziele für 2018/19 (per Ende September) doch noch erreicht.

"Sperrt ihn ein" - Trump zum zweiten Mal binnen einer Woche öffentlich ausgebuht
New York - US-Präsident Donald Trump hat bei der Wahl seiner Freizeitaktivitäten momentan nicht das glücklichste Händchen. Er erntete in seiner Heimatstadt allerdings nicht nur Applaus und Jubel, sondern noch lautere Buh-Rufe.

Krebs-Schock bei TV-Star Walter Freiwald: "Wird mich töten"
Doch Überlebenschancen scheint der Entertainer nicht zu haben: "Der Krebs ist ein Arschloch und wird mich töten". Der ehemalige Moderator von Teleshopping-Sendungen hat Krebs und offenbar sieht es nicht gut für ihn aus.

Other news