Jeder 10. Mitarbeiter betroffen: AUA vor drastischem Stellenabbau

AUA-Chef Alexis von Hoensbroech CCO Andreas Otto und CFO Wolfgang Jani am Donnerstag

Die Austrian Airlines steht vor einem drastischen Stellenabbau.

Die Austrian Airlines verabschiedet sich von ihrem Ziel, heuer einen Gewinn zu schreiben. Schon länger wurde spekuliert, dass die Lufthansa-Tochter über ein dickes Sparpaket die Rückkehr in die Gewinnzone schaffen will.

Die Fluglinie kündigte am Donnerstag bis Ende 2021 Einsparungen von 90 Millionen Euro im Jahr an, dazu sollen auch 700 bis 800 Mitarbeiter abgebaut werden. Das mögliche "Maximum" des Stellenabbaus soll über die natürliche Fluktuation erfolgen, man rechnet hierbei mit 200 bis 250 Stellen. Allerdings wird die Lufthansa die Strecke Graz-Frankfurt ab dem Jahreswechsel wieder selbst abdecken - das heißt, die AUA-Crews dieser Strecke müssen wechseln: Sie sollen ab 1. April in Wien arbeiten. Zudem soll an jeder Schraube gedreht werden.

Denn die finanzielle Lage ist dramatisch: Nach neun Monaten ist der bereinigte operative Gewinn um 85 Prozent, von 110 auf 17 Millionen Euro, eingebrochen. "Die Maßnahmen sind zum Teil schmerzhaft, weil sie uns Substanz nehmen, die wir in den vergangenen Jahren mühsam aufgebaut haben", erklärte AUA-Chef Alexis von Hoensbroech. In den Sommermonaten, dem dritten Quartal, lag das Ergebnis bei 70 Millionen Euro - um ein ganzes Drittel unter dem des Vorjahreszeitraums. Die Kerosinrechnung alleine ist den Angaben zufolge heuer bisher um 47 Millionen Euro höher ausgefallen, das ist ein Anstieg um 14 Prozent.

"Die Billigflieger-Schwemme und die gestiegenen Kerosinkosten drücken auf die Ticketpreise und somit auf unser Ergebnis", erklärte Jani. 2018 betrug der bereinigte operative Gewinn 83 Millionen Euro.

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