Kinder von Pflegebedürftigen werden finanziell geschont

Nach einen neuen Gesetz müssen sich Töchter und Söhne der Betroffenen erst ab einem jährlichen Bruttoeinkommen von 100.000 Euro finanziell an der Pflege der Eltern beteiligen

Danach müssen die Kinder künftig erst ab einem Bruttojahreseinkommen von 100.000 Euro für die Heimkosten der Eltern aufkommen, wenn deren eigene Einkünfte nicht reichen.

Berlin - Erwachsene Kinder von pflegebedürftigen Eltern sollen finanziell entlastet werden.

Der Deutsche Städtetag fordert einen Ausgleich für zu erwartende Millionen-Mehrkosten durch das neue Gesetz zur Entlastung der Angehörigen Pflegebedürftiger, das der Bundestag am Abend beschlossen hat.

Kinder von pflegebedürftigen Eltern werden künftig entlastet. Nachgewiesene Mehrbelastungen müssten den Kommunen vollständig ausgeglichen werden.

"Deshalb ist es gut, dass die Koalitionsfraktionen zusätzlich fordern, dass der Bund die Kostenentwicklung für die Kommunen bis 2025 evaluieren muss", so Dedy weiter. "Allerdings werden sich durch die neuen Einkommensgrenzen für Angehörige von 100 000 Euro Jahreseinkommen viel weniger Angehörige an den Pflegekosten beteiligen".

Die Zahl pflegebedürftiger Menschen wird in den nächsten Jahren aufgrund der demografischen Entwicklung stark ansteigen.

Die Eigenbeteiligung von Pflegebedürftigen für einen Heimplatz stieg im Bundesschnitt zuletzt auf knapp 1930 Euro. Am preiswertesten sind Heimplätze derzeit in Mecklenburg-Vorpommern, wo 1346 Euro selbst bezahlt werden müssen.

Die Grünen wollen unterdessen den Pflege-Eigenanteil für Heimbewohner deckeln. Diese Angaben stammen von der "Pflegedatenbank" des Verbands der privaten Krankenversicherung. Mehr als die Hälfte müssen Betroffene oftmals für Unterkunft oder Verpflegung im Pflegeheim selbst tragen. "Gerade in der häuslichen Pflege bestimmt viel zu oft der Geldbeutel darüber, welche Pflegeleistungen überhaupt in Anspruch genommen werden", sagte Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckhardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

In einem Antrag, der heute im Bundestag beraten werden soll, fordern die Grünen eine "doppelte Pflegegarantie" - für Heimbewohner und für Pflegebedürftige zuhause. Darüber, wer die steigenden Kosten im Zusammenhang mit der Pflege übernehmen soll, sind bereits seit Längerem verschiedene Modelle im Gespräch, von höheren Beiträgen zur Pflegeversicherung bis Steuergeld. Zur Gegenfinanzierung fordern die Grünen die Einführung eines Steuerzuschusses zur Pflegeversicherung. Das kann teuer werden - denn bevor das Sozialamt einspringt, müssen bislang Angehörige zahlen. In vielen Fällen holen sich die Behörden das Geld aber zumindest teilweise von den Angehörigen zurück.

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