NRW: IG Metall fordert Garantien für Thyssenkrupp-Aufzugssparte

NRW IG Metall fordert Garantien für Thyssenkrupp-Aufzugssparte

"Deshalb fordern wir zusammen mit der IG Metall einen Tarifvertrag, der dies für alle möglichen Szenarien sicherstellt", so Eike Naumann weiter.

Neben Garantien für Jobs und Werke müsse die Tarifbindung gewährleistet bleiben - ebenso die betriebliche Mitbestimmung auf dem heutigen Niveau, sagte Knut Giesler. "Ohne eine Fair-Owner-Vereinbarung mit klaren Zusagen für die Beschäftigten wird es von uns keine Zustimmung geben", so Daniel Friedrich. Hunderte Beschäftigte der Sparte Thyssenkrupp Elevator trafen sich nach Angaben der IG Metall am Freitag (8.11.) zu Betriebsversammlungen an zahlreichen deutschen Standorten, darunter Essen, Düsseldorf, Köln, Troisdorf, Neuhausen, Hamburg, Freiburg, Emden, Leipzig und München. "Es gibt viele Fragezeichen".

Wöchentlich neue Meldungen über die Zukunft der Aufzugssparte verunsicherten die Beschäftigten massiv, sagte Giesler.

Die Beschäftigten von Thyssenkrupp Home Solutions sind am Freitagmittag am Standort Neuss zu einer Betriebsversammlung zusammengekommen. In Deutschland gehören rund 5000 Mitarbeiter zur Aufzugsparte des Essener Stahl- und Industriegüterkonzerns.

Die IG Metall verhandle bereits mit dem Vorstand von Thyssenkrupp Elevator über eine Rahmenvereinbarung, mit der die Interessen der Beschäftigten bei einem Verkauf oder einem Börsengang gesichert werden sollen, berichtete Giesler.

Die Zukunft der Aufzugs- und Fahrtreppensparte (Thyssenkrupp Elevator) von Thyssenkrupp ist momentan völlig offen.

Daniel Friedrich, Gewerkschaftssekretär Vertreter der IG Metall Schweinfurt betonte, dass für die IG Metall eine Mehrheitsbeteiligung von Thyssenkrupp an der zukünftigen Thyssenkrupp Elevator AG die präferierte Variante ist, und dass sich die IG Metall mit aller Macht gegen eine Zerschlagung von Elevator wehren wird.

"Wir werden nicht zu jedem Deal Ja sagen", fügte er hinzu. Es gebe aber 50 000 Gründe, davon 5 000 in Deutschland, nicht zu allem Ja zu sagen. Im Falle eines Verkaufs werden sowohl Finanzinvestoren als auch direkte Konkurrenten als Interessenten genannt. Klar sei allerdings auch: "Wenn unsere Bedingungen erfüllt werden, sperren wir uns nicht gegen sinnvolle Veränderungen".

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