Rohstoffe: Zeichnungsfrist für Aramco-Aktien ab kommenden Sonntag

Der Erdölkonzern Saudi Aramco hat weitere Angaben zu seinem geplanten Börsengang gemacht

So beginnt die Zeichnungsfrist für die Aktien des Unternehmens diese Woche - und zwar am Sonntag, dem 17. November.

Wien. Rund drei Jahre hat es seit der ersten Ankündigung gedauert, am vergangenen Wochenende veröffentlichte der staatliche saudiarabische Ölkonzern Saudi Aramco aber endlich den Prospekt für seinen bevorstehenden Börsengang.

Allerdings gibt die Reservierung von 0,5 Prozent der Anteile für Kleinanleger auch einen Hinweis darauf, dass Saudiarabien schlussendlich wohl zwei Prozent von Saudi Aramco verkaufen wird, wenn die Nachfrage groß genug ist. Die zu verkaufende Menge für institutionelle Anleger soll zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden. Das wertvollste Unternehmen der Welt könnte auch den weltweit größten Börsengang hinlegen. Allerdings dürfte viele potenzielle Aktionäre aus dem Westen abschrecken, dass vorerst nur ein Börsengang in der saudischen Hauptstadt Riad geplant ist und kein Zweitlisting an einer westlichen Börse. Die Regierung hofft auf eine Bewertung von zwei Billionen Dollar. Analysten warnen aber, der Börsenwert werde niedriger ausfallen. Im Jahr 2020 oder 2021 solle ein internationales Angebot folgen. Dennoch weisen die auf 658 Seiten nun bekannt gegebenen Details darauf hin, dass es sich um den größten Börsengang in der bisherigen Geschichte handeln könnte. Saudi Aramco ist die weltgrößte Erdölfördergesellschaft und gilt als einer der profitabelsten Konzerne überhaupt. Aramco wäre doppelt so viel wert wie Microsoft, das derzeit am höchsten bewertete Unternehmen, und siebenmal so viel wie der grösste börsennotierte Erdölkonzern Exxon Mobil. Die Pläne für einen Börsengang hatte der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman bereits 2016 öffentlich gemacht, jedoch wurden sie immer wieder verschoben. Analysten gehen dagegen von höchstens 1,5 Billionen Dollar aus. Ein Verkauf von zwei Prozent würde somit bis zu 40 Mrd. Das Geld soll in andere Wirtschaftszweige investiert werden.

Dafür werden wie üblich zahlreiche Risiken aufgeführt, darunter Terroranschläge auf die Anlagen des Konzerns oder das Recht der Regierung in Riad, die Erdölförderung zu kappen. Am 14. September wurden bei einem Drohnenangriff Aramco-Ölanlagen stark beschädigt.

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