Europa - Deutsche Wirtschaft gegen Labour: Johnson kleineres Übel

Detailansicht öffnenNigel Farage Parteichef der

Die könnten, von Labour enttäuscht, allerdings eher zur Brexit-Partei von Farage als zu den verhassten Tories überlaufen. Es war kein Zufall, dass er für seine Ankündigung, die Labour-Partei bei der Wahl herauszufordern, den Wahlkreis Hartlepool aussuchte.

Der US-Präsident hatte Johnson und Farage Anfang des Monats öffentlich zu einem Zusammenschluss aufgefordert. Eine Gegenleistung der Tories habe es dafür nicht gegeben, erklärte Farage sichtlich aufgebracht. Labour-Chef Jeremy Corbyn hatte gesagt, er wolle im Falle eines Wahlsiegs das von Johnson mit der EU ausgehandelte Brexit-Abkommen überarbeiten und dann der Bevölkerung in einem neuen Referendum zur Abstimmung vorlegen.

Bis Donnerstag, vier Uhr nachmittags, müssen alle Kandidaten registriert sein. Daraufhin hatte die Brexit Party trotzig angekündigt, im ganzen Land anzutreten. Doch Farage hatte den Druck unterschätzt, den diese Entscheidung auf ihn ausüben sollte. Erst am Wochenende hatte sich sein langjähriger Wegbegleiter, der Geschäftsmann Arron Banks, für einen Pakt mit den Tories ausgesprochen.

Banks, eine Schlüsselfigur in der Brexit-Bewegung, forderte dazu auf, in einigen Wahlkreisen die Konservativen zu wählen. Wenn etwa in einem Wahlkreis ein Tory-Kandidat 30 Prozent der Stimmen erhält und ein Kandidat der Brexit Party 20 Prozent, der Labour-Kandidat aber 35 Prozent, hat Labour das Mandat gewonnen. Dort drohten sie gegen Kandidaten der Liberaldemokraten zu verlieren, die in der Region traditionell Rückhalt genießen. Seit dem Referendum 2016 sei Großbritannien unattraktiver geworden, auch wegen des niedrigen Pfundkurses. Diese Wahlkreise liegen fast ausschließlich in den Midlands und im Norden Englands. Man werde nur in den Wahlkreisen kandidieren, die derzeit von anderen Parteien vertreten werden, sagte Parteichef Nigel Farage vor den Medien. Viele Remain-Wähler - vor allem in Großstädten wie London und Manchester - schwanken zwischen der Labour Party und den Liberaldemokraten. Davon könnte wiederum die Labour-Partei profitieren.

Die Oppositionsparteien versuchen, dem Premierminister aus Farages Teilrückzug einen Strick zu drehen und dessen Partei ins Halbdunkel der Faragisten hinabzuziehen. Damit der Parteienstreit in Großbritannien nicht nur unblutig verläuft, sondern auch zum gewünschten - pardon: von ihm gewünschten - Ergebnis führt, hat der Chef der Brexit-Partei, Nigel Farage, seinem Kontrahenten Boris Johnson eine Schutzzone eingerichtet.

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