Tesla plant bis zu 7.000 Arbeitsplätze in Brandenburg

Tesla Fabrik in Shanghai

Den Angaben zufolge plant Tesla auch ein Entwicklungs- und Designzentrum in Berlin.

Elon Musk am Dienstagabend bei der Verleihung des "Goldenen Lenkrads". Das neue Großwerk soll an einem Standort in der Nähe des neuen Flughafens in Berlin entstehen, schreibt CNBC unter anderem nach Musks mündlicher Erklärung. Das erste Fahrzeug war eine elektrifizierte Version des Roadsters des britischen Sportwagenbauers Lotus. Das kündigte Musk wie beiläufig an und verblüffte die versammelte Branchengemeinde. Die "Gigafactory" soll zunächst den künftigen Kompakt-SUV Model Y sowie auch Batterien und Antriebe bauen. Tesla kaufte vor drei Jahren den deutschen Maschinenbauer Grohmann, der auf Fertigungslinien spezialisiert ist. Musk sagte dazu, in der Stadt gebe es die weltweit beste Kunst.

Kaum jemand hatte den Standort Berlin-Brandenburg auf dem Schirm - nun könnte Tesla dort tausende Arbeitsplätze schaffen.

"Wer Visionen hat, kommt nach Berlin". Im RBB Inforadio sprach sie von rund 6.000 bis 7.000 neuen Arbeitsplätzen, die momentan im Gespräch seien. "Auch erwarten wir, dass Tesla nicht nur geografisch, sondern auch bei den tariflichen Arbeitsbedingungen in Brandenburg ankommt", sagte er. Nach seiner Ansicht hat sich Tesla gleich aus mehreren Gründen für Brandenburg und nicht für ein anderes Bundesland oder EU-Land entschieden.

"Für den Autostandort Deutschland ist Musk Ankündigung eine gute Nachricht", kommentierte der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen. "Zellfabrikation ist hochautomatisiert. Da zählen Energiekosten deutlich mehr als Arbeitskosten", erläuterte der Autofachmann. Wo genau die Fabrik hochgezogen werden soll, blieb zunächst noch unklar. Jetzt reiben sich Politiker in ganz Deutschland die Hände, freuen sich über das Signal und hoffen auf neue Arbeitsplätze.

Die Metropolregion Berlin-Brandenburg, die sich in Zukunft noch intensiver gemeinsam vermarkten will, hat damit andere europäische Länder und auch deutsche Konkurrenten wie Niedersachsen oder das Saarland aus dem Rennen geworfen. Stattdessen kam Brandenburg zum Zuge. Der Elektroautopionier Elon Musk, Gründer und Chef des kalifornischen Herstellers Tesla, scheint davon wenig zu halten. Dazu hatte Tesla den Maschinenbauer Grohmann aus Prüm in der Eifel übernommen. Warum die Entscheidung letztlich auf Brandenburg gefallen ist hat der Tesla-Chef bisher nicht verraten.

Hintergrund der Personalie ist neben dem Ansatz, dass Frauen und Ostdeutsche im neuen Woidke-Kabinett stärker vertreten sein sollen, offenbar auch die geplante Tesla-Gigafabrik für Elektroautos und Batterien im brandenburgischen Grünheide (Landkreis Oder-Spree) und ein weiteres angekündigtes Großprojekt. Zudem denken viele Zulieferer inzwischen über Kurzarbeit nach oder haben diese bereits beantragt. Das neue Tesla-Werk könnte nun der 3er Reihe von BMW Konkurrenz machen.

Tesla, gegründet 2003, wurde zum Taktgeber bei der Elektromobilität.

Tesla hatte schon seit Längerem nach einem Standort für eine "Gigafactory" für die Herstellung von Batterien und Fahrzeugen in Europa gesucht. So soll in der Gigafactory im US-Bundesstaat Nevada oft geschlampt werden: Teilweise sollen pro Tag eine halbe Million Batteriezellen verschrottet werden.

Hier können wir einfach mal eine kleine Umrechnung anstellen: In den USA gibt es ein Model 3 schon ab 39.490 Dollar, was umgerechnet rund 35.860 Euro entspricht.

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