München: Raserunfall mit tödlichem Ausgang per Dashcam gefilmt

Bild zu Polizist

Der 34-Jährige Autofahrer, der bei seiner Flucht vor der Polizei in München in eine Gruppe Jugendlicher fuhr, ist nicht mehrin der Psychiatrie. Er soll dabei mehrere rote Ampeln missachtet haben.

Tragischer Raserunfall in München: Auf der Flucht vor der Polizei hat ein 34-jähriger Autofahrer ein Mann mehrere rote Ampeln überfahren und zwei Jugendliche gerammt.

Ein Rose erinnert an der Unfallstelle an den Unfalltod des 14-Jährigen. Ein Pkw, der dem Auto des Rasers entgegenkam, musste mit zwei Personen an Bord ausweichen und prallte gegen eine Litfaßsäule.

Wie verhielt sich der Raser nach dem Unfall?

Kurze Zeit später habe der 34-Jährige sein Auto verlassen und versucht, zu Fuß zu flüchten. Das führerlose Auto rollte weiter und musste durch ein Streifenfahrzeug gestoppt werden.

Der 34-Jährige ist wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Er leistete erheblichen Widerstand.

Der 34-Jährige habe sofort Gas gegeben, sagte der Sprecher. Im Mai 2016 war er laut Polizei wegen Drogenhandels zu einer Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt worden - und immer noch auf Bewährung. Die Bewährungsfrist wurde auf drei Jahre verlängert, da der Mann erneut Drogen konsumierte.

Gegen den 34-Jährigen wurde am Samstagabend Haftbefehl erlassen.

Der mutmaßliche Täter ist auch als Autofahrer kein unbeschriebenes Blatt.

Der Unfall ist mit einer sogenannten Dashcam aus einem anderen Wagen gefilmt worden. Diese Aufnahmen liegen den Ermittlern vor.

Im Auto des Rasers wurde laut Polizei eine geringe Menge Marihuana gefunden.

Der Mann hatte offenbar Alkohol getrunken.

Welche Aussagen hat der Unfallfahrer gemacht? Der Dashcambesitzer fuhr den Angaben nach mit seinem Auto parallel zu ihm.

Wo ist der Unfallfahrer jetzt?

Der 34-Jährige wurde bei dem Unfall ebenfalls verletzt. Zum Grad seiner Verletzungen des Tatverdächtigen machten die Behörden keine Angaben.

Staatsanwältin Anne Leiding sagte: "Diese Aufzeichnung der Dashcam ist für uns ein ganz wesentliches Beweismittel".

Im Raum stehen Mordmerkmale wie Heimtücke, niedrige Beweggründe und Verdeckungsabsicht einer Straftat.

Die insgesamt vier Jugendlichen überquerten die Straße ersten Erkenntnissen nach bei Grün, als der Geisterfahrer heranraste. Das Auto des Tatverdächtigen könne angesichts der überhöhten Geschwindigkeit als "Geschoss" bezeichnet werden. Er sei - zu seinem eigenen Schutz - kurzfristig in der Psychiatrie gewesen, sagte Leiding. Daher gehe die Staatsanwaltschaft von Mord und Mordversuch in drei Fällen (an der Jugendlichen und den Insassen des ausweichenden Pkw) aus. Leiding sagte, das Aufzeichnen mit einer Dashcam sei zwar eine Ordnungswidrigkeit, die Aufnahmen dürften aber trotzdem auch in einem Prozess verwertet werden. Außerdem zeigt das Material, dass die Polizisten versuchten, die 14-Jährigen zu reanimieren.

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