Prinz Andrew tritt zurück - offenbar wegen Epstein-Skandal | Panorama

Prinz Andrew mit seiner Mutter Queen Elizabeth II

Prinz Andrew habe "Ihre Majestät gebeten, auf absehbare Zeit von öffentlichen Aufgaben zurücktreten zu dürfen", erklärte Prinz Andrew am Mittwochabend. Königin Elizabeth II., seine Mutter, habe dem Anliegen zugestimmt.

In der Erklärung des Buckingham Palace vom Mittwoch sagte der 59-Jährige Andrew weiter, die Anschuldigungen seien zu einer "grossen Störung" für die königliche Familie und die mit ihm verbundenen Wohltätigkeitsorganisationen geworden. In einer schriftlichen Erklärung brachte Andrew später sein "unmissverständliches Bedauern" über seine "unbedachte Verbindung" zu Epstein zum Ausdruck und äußerte gegenüber "allen Betroffenen" sein Mitgefühl. "Selbstverständlich bin ich bereit, mit jeder angemessenen Ermittlungsbehörde zusammenzuarbeiten, wenn es notwendig sein sollte", so Andrew.

Grund für diesen historischen Rücktritt sind Andrews Verwicklungen in den Skandal um den verurteilten Sexualtstraftäter Jeffrey Epstein, mit dem er befreundet war sowie das Interview des Royals im britischen Fernsehen, in dem er sich von eben jenem und den Vorwürfen gegen seine eigene Person distanzieren wollte.

Der US-Multimillionär Epstein soll jahrelang minderjährige Mädchen und junge Frauen sexuell missbraucht und zur Prostitution gezwungen haben. Laut den Vorwürfen stecke dahinter System, zahllose Frauen erhoben Vorwürfe gegen Epstein und seine Mitarbeiter. Epstein hatte gute Kontakte zu zahlreichen Politikern und Prominenten.

Update, 21.11., 12.30 Uhr: In der Affäre um Jeffrey Epstein will die Anwältin mehrerer mutmaßlicher Opfer Prinz Andrew befragen.

Epstein war im August in seiner New Yorker Gefängniszelle tot aufgefunden worden, er beging nach offiziellen Angaben Suizid.

Noch am Wochenende hatte der Prinz versucht, sich in einem BBC-Interview zu rechtfertigen - er geriet aber stattdessen noch stärker in die Kritik. Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit weckte unter anderem ein Brief seines ehemaligen Privatsekretärs an die Tageszeitung "The Times". Darin heißt es, Andrew habe Epstein Anfang der 1990er Jahre kennengelernt. "Niemand steht über dem Gesetz", sagte Lisa Bloom, die fünf mutmaßliche Epstein-Opfer vertritt, dem Sender BBC Radio 4. "Im Lichte aktueller Entwicklungen überprüfen wir unsere Beziehung mit der Organisation und hoffen, dass wir in Zukunft mit ihnen zusammenarbeiten können, sollte es eine Veränderung in der Schirmherrschaft geben", teilte British Telecommunications mit. Bereits Anfang der Woche hatten die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG und die Bank Standard Chartered mitgeteilt, ein Mentoringprojekt des Prinzen nicht länger zu unterstützen. Mehrere hundert Millionen Zuschauer verfolgten Andrews und "Fergies" Traumhochzeit in der Londoner Westminster Abbey. Bei der nächsten Sitzung des Verwaltungsrats werde des Prinzen Position als Schirmherr auf den Prüfstand gestellt.

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