Britisches Königshaus - Prinz Andrew tritt von allen öffentlichen Ämtern zurück

Bild zu Prinz Andrew

Doch der Schuss ging nach hinten los. Während Andrew beim Aufsetzen des Textes vermutlich Hilfe von Beratern gehabt habe, habe er in dem Interview "während fast einer Stunde keinerlei Mitgefühl mit den Opfern" gezeigt.

Bloom forderte die Mitarbeiter von Prinz Andrew auf, "Informationen und Beweismittel" wie E-Mails, Telefonlisten, Kalender und Reiseunterlagen auszuhändigen.

Den Todesstoß dürfte Prinz Andrew am Ende die Tatsache versetzt haben, dass etliche Investoren von verschiedenen Projekten des 59-Jährigen zurücktraten und sich von den britischen Royal abwandten. Weiter erklärt die Royal-Expertin spot on news zu dem Skandal: "Das ist ein Beben im britischen Königshaus, auch wenn Prinz Andrew nicht in der ersten Reihe steht". Der Prinz hatte der BBC aber gesagt, er habe Epstein erstmals 1999 getroffen. Er soll seine Opfer auch zur Prostitution gezwungen haben.

Der Druck auf den Prinzen stieg im Laufe der Woche enorm.

Der Versuch, Prince Andrews Verbindungen zu der Initiative beizubehalten, die Unternehmenspartner wie BT (British Telecom) in den letzten Tagen aufgegeben haben, trübt den Eindruck von dem, was als sauberer Bruch von den königlichen Pflichten erschienen war. Er trat von allen öffentlichen Verpflichtungen zurück. Trotz eines Fotos, das ihn mit der Klägerin Arm in Arm zeigt, beteuerte der Achte der britischen Thronfolge, die Frau jemals gesehen zu haben.

Der Fall des Herzogs von York war am Donnerstag erneut Aufmacher der britischen Zeitungen.

Wie kommt Prinz Andrew nun über die Runden? Er könne sich nicht an Giuffre, die damals Roberts hieß, erinnern, so seine Verteidigung. Der "Daily Telegraph" schrieb, die Königin habe das Interview nicht gebilligt. Der Multimillionär Epstein hatte sich Anfang August in einem New Yorker Gefängnis das Leben genommen. Ihm wird vorgeworfen, in den Sex-Skandal um Jeffrey Epstein (✝66) verwickelt zu sein und ein 17-Jähriges Mädchen missbraucht zu haben. Epstein hatte gute Kontakte zu zahlreichen Politikern und Prominenten, darunter auch US-Präsident Donald Trump.

Statt zur Aufklärung beizutragen und sich von den Vorwürfen, die ihm eine gewisse Virgina Giuffre macht, zu entlasten, hat sich Prinz Andrew in dem Interview mit der Journalistin Emily Maitlis immer weiter in Widersprüche verstrickt. Der Buckingham Palace bestreitet dies kategorisch. Der Auslöser: die engen Beziehungen des Royals zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953-2019). Nun hat Prinz Andrew seine Aufgaben für die Königsfamilie bis auf weiteres niedergelegt. Das Resümee der Expertin mit Blick auf das Königshaus ist dennoch vernichtend: "Es war ein katastrophales Jahr". Andrew soll ihr Lieblingssohn sein.

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