CDU-Parteitag: AKK kritisiert indirekt Merz - Seitenhieb gegen JU

Annegret Kramp Karrenbauer und Friedrich Merz bei einer CDU-Regionalkonferenz in Berlin

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat auf dem Bundesparteitag in Leipzig ihren Rückzug vom Parteivorsitz angeboten.

Merz hatte kürzlich für Verärgerung auch in der eigenen Partei gesorgt, als er das Erscheinungsbild der großen Koalition als "grottenschlecht" kritisierte.

Ein Angriff auf Kramp-Karrenbauer blieb während seiner mehrminütigen Rede aus. Merz rief die CDU zu Geschlossenheit auf und sagte: "Wir müssen auch mal aushalten, dass wir unterschiedliche Meinungen haben". Kramp-Karrenbauer hatte zuvor sieben Minuten stehende Ovationen erhalten.

Auch Friedrich Merz, der ihr im Rennen um den CDU-Vorsitz voriges Jahr knapp unterlegen war, erhob sich von seinem Stuhl und klatschte lange. Merz betonte aber: "Wir werden nicht wie die SPD werden". Er fügte hinzu: "Die SPD ist strukturell illoyal".

Für Aufsehen sorgte vorab der Antrag des CDU-Nachwuchses, den künftigen Kanzlerkandidaten von der Parteibasis bestimmen zu lassen. "Wenn Ihr der Meinung seid, dass dieses Deutschland, so wie ich es möchte, nicht das Deutschland ist, das Ihr wollt - wenn Ihr der Meinung seid, dass dieser Weg, den ich gemeinsam mit Euch gehen will, nicht der Weg ist, den Ihr für den richtigen haltet: Dann lasst es uns heute aussprechen, dann lasst es uns heute auch beenden", sagte die CDU-Vorsitzende, die wegen schlechter Wahl- und Umfrageergebnisse unter Druck steht. Dann lasst es uns heute auch beenden. "Hier und jetzt und heute", erklärte die Parteichefin.

Es war erwartet worden, dass die CDU auf dem Parteitag über die Zukunft einiger ihrer Spitzenmitglieder entscheidet - allen voran über die von AKK.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, der den Parteitag leitete, sagte anschließend: "Der Applaus zeigt: Heute wird nicht Schluss gemacht, Annegret".

Dies konnte als indirekte Kritik der Vorsitzenden an ihrem innerparteilichen Rivalen Friedrich Merz verstanden werden. Für die CDU und deren Wahlkämpfer sei es schädlich, "wenn man den Bürgern sagt, es war alles schlecht in den letzten 14 Jahren". "Ich will kein schwaches Team um mich herum haben". Es sei vor dem Parteitag von "Revolution" und "Aufruhr" die Rede gewesen.

Ihre Stimme wurde fast brüchig, aber die Parteichefin hatte das offene Visier gewählt und zog das ganz am Ende auch durch.

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