Belgien - EU-Ratspräsident Tusk übergibt Amtsgeschäfte an Nachfolger Michel

Belgien - EU-Ratspräsident Tusk übergibt Amtsgeschäfte an Nachfolger Michel

EU-Ratspräsident Donald Tusk und Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker haben sich in einer Zeremonie in Brüssel offiziell aus ihren Ämtern verabschiedet. Europa müsse mehr für die gemeinsame Verteidigung und Sicherheit tun, aber auch seine Freiheiten schützen. Sein neues Amt tritt der ehemalige belgische Regierungschef wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Sonntag an. Die Amtszeit beträgt zweieinhalb Jahre.

Charles Michel hat sich als belgischer Ministerpräsident den Ruf als Meister des Kompromisses erarbeitet. Der Pole Tusk hatte den Posten seit 2014 für zwei Amtszeiten inne.

Michel führt ab Sonntag den Europäischen Rat der Mitgliedstaaten und ist künftig insbesondere für die Vorbereitung der Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs zuständig. Er führte dabei über vier Jahre eine breite Koalition aus frankophonen Liberalen, flämischen Liberalen, Christdemokraten und Nationalisten. Zusammen mit dem Präsidenten des Europaparlaments sind sie die höchsten Repräsentanten der EU.

Er glaube, dass ihm seine Erfahrung als polnischer Ministerpräsident dabei mit Blick auf die besonderen politischen Verhältnisse in seiner Heimat hilfreich gewesen seien, sagte Tusk. Schon sein Vater Louis Michel war Außenminister und später EU-Kommissar - in seinem Schatten begann Charles Michel früh eine Karriere bei den Liberalen im französischsprachigen Teil Belgiens. Tusk forderte seinen Nachfolger auf, sein "Talent" und seine "Tugenden" zu nutzen, "um unsere Einheit zu bewahren".

Related:

Comments

Latest news

London: Koch bekämpfte Attentäter mit Narwal-Stoßzahn
Ursprünglich sollte der 28-Jährige nicht wieder freigelassen werden, es sei denn, er werde nicht mehr als Bedrohung angesehen. Die Beschreibung des Videos lautet: "Ich habe eben gesehen, wie ein Mann mit einem Messer von der Polizei erschossen wurde".

Monopoly: McDonald's gibt aus Versehen 200.000 Euro zu viel raus
Das hatte sich McDonald's anders vorgestellt: Die Fastfood-Kette zahlt Kunden 400.000 Euro - aus Versehen. So seien wenige Stunden nach Start der Aktion bereits viermal 100.000 Euro gewonnen worden.

Trump nimmt nicht an Impeachment-Anhörung teil
Das Weiße Haus hat die Teilnahme an der für Mittwoch angesetzten Anhörung zur Ukraine-Affäre im Repräsentantenhaus abgelehnt. Er verlangte von Nadler weitere Informationen zur Art der Befragungen und kündigte eine Antwort bis kommenden Freitag an.

Merkel trifft Trump am Rande des Nato-Gipfels
Zudem müsse dafür gesorgt werden, dass Verteidigungsinitiativen der EU die der Nato nicht "untergraben" oder "duplizieren". Es gebe bei strategischen Entscheidungen keine Koordinierung zwischen den Vereinigten Staaten und anderen Nato-Partnern.

Leben mit HIV und Aids: " "Mein Russland tötet diese Menschen"
Statt der rund 20 Milliarden Rubel (rund 284 Millionen Euro) in diesem Jahr sei das Fünffache nötig, um der Krise beizukommen. Mehr als 10 700 Menschen, die sich HIV oder Aids bereits vor längerer Zeit zugezogen haben, leben derzeit im Südwesten.

Other news