Umstrittener Kabarettist: MDR trennt sich von Uwe Steimle

Bild zu Blick in die Sächsische Landesbibliothek

Dem MDR reicht's: Wie am Mittwoch bekannt wurde, beendet der öffentlich-rechtliche Sender die Zusammenarbeit mit dem Kabarettisten Uwe Steimle. Der MDR hatte dies im Juni auf Twitter mit den folgenden Worten kommentiert: "Uwe Steimle ist Kabarettist und Satiriker". "Steimles Welt" wird 2020 nicht fortgesetzt.

Nach seiner Argumentation hat der Kabarettist und "Heimatforscher" wiederholt in öffentlichen Äußerungen die Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Frage gestellt. Darin habe Steimle dem MDR unter anderem mangelnde Staatsferne vorgeworfen. Was den MDR zur öffentlichen Klarstellung provozierte, dass diese Aussage für ihn nicht akzeptabel sei. Nach dem erneuten Vorwurf sehe der Sender allerdings keine Basis mehr für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Meine Sendung war ein Farbtupfer, bildete unsere Lebenswirklichkeit ab. Ich habe meine Arbeit immer ordentlich gemacht. Die Entscheidung erinnert an fatale Zeiten. Kritiker werfen ihm neben einer Nähe zur fremdenfeindlichen Dresdner Pegida-Bewegung auch Antisemitismus und Antiamerikanismus vor. Außerdem trug er ein T-Shirt mit der Aufschrift "Kraft durch Freunde" in Frakturschrift - und spielte damit offensichtlich auf die einstige NS-Freizeitorganisation an, die den Namen "Kraft durch Freude" trug.

Wiederholt beklagte Steimle zudem öffentlich die Zustände in Deutschland und verglich sie mit jenen in der späten DDR.

Als Schauspieler ist Uwe Steimle einem breiten Publikum unter anderem als Kommissar Jens Hinrichs in der Fernsehreihe "Polizeiruf 110" bekanntgeworden.

Bereits im Februar 2018 hatte der Verein Friedensdekade nach Protesten und Populismusvorwürfen Steimle die Schirmherrschaft über die Ökumenische Friedensdekade entzogen.

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