Deutlich verbessertes Angebot: Metro will Real an X-Bricks-Konsortium verkaufen

Wer auch immer der Abnehmer ist- Real wird wohl bald einen neuen Eigentümer haben

Ursprünglich hatte Koch angekündigt, Real bis September verkauft zu haben. Es umfasst das operative Geschäft von Real, den Online-Marktplatz sowie die 80 im Eigentum der Metro befindlichen Immobilien.

Wende beim Verkauf der Supermarktkette Real: Nach einer monatelangen Hängepartie will der Handelskonzern Metro das schwächelnde Geschäft nun nicht mehr an ein Konsortium um den Immobilienkonzern Redos verkaufen. Ob und zu welchen Konditionen ein Vertrag zustande komme, hänge vom weiteren Verlauf der Verhandlungen ab, teilte METRO mit. Als Grund nannte er mögliche kartellrechtliche Probleme. Doch in der Mitteilung heißt es weiter, dass die Verhandlungen mit Redos beendet wurden.

Metro habe mit dem Konsortium um X+Bricks exklusive Verhandlungen über den Verkauf der Tochter Real vereinbart, teilte der Düsseldorfer Handelsriese am Donnerstag mit.

Aber: So lange das Kartellamt nicht klar gesagt hätte, was in Sachen Weiterverkauf von Niederlassungen ginge und was nicht, wären Redos und die Metro womöglich auf Real-Filialen "sitzengeblieben", die sie lieber an andere Investoren abgegeben hätten.

Dies soll später geschehen und sei unabhängig von dem Verkauf von Real an das Konsortium. Bis Ende Januar soll der Kaufvertrag unterzeichnet werden, so ist es verabredet. Das vereinbarte Konzept sehe einen Verkauf von Real als Ganzes vor.

Die Gewerkschaft Verdi forderte Sicherheiten für die Arbeitnehmer.

Am Zerschlagungs-Plan ändert sich mit dem neuen Investor aber nichts. "Wir wollen eine nachhaltige Sicherung der Arbeitsplätze, den Schutz der Verdi-Tarifverträge, Sicherheit für die Beschäftigten durch die gewählten Betriebsräte und keine Ausgliederung an selbständige Kaufleute". Unter anderem der Real-Konkurrent Edeka hatte von Redos Real-Märkte übernehmen wollen. Denn obgleich sich Redos und Metro seit Sommer bemühten, etwaige Bedenken der Wettbewerbshüter beim Weiterverkauf von Real-Standorten aus dem Weg zu räumen, hinderte das die Bonner nicht daran, in der vorigen Woche den von Edeka angemeldeten Kauf von Real-Standorten einer vertieften Prüfung zu unterziehen. "Wir werden den Prozess beobachten und bleiben gesprächsbereit", sagte ein Redos-Sprecher der "Wirtschaftswoche".

X-Bricks investiert nach eigenen Angaben in Immobilien wie Supermärkte, Discounter oder Fachmarktzentren. Mieter sind große Einzelhandelsketten wie Kaufland, Rewe, Lidl oder Aldi.

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