Rente: Weiter Streiks und Proteste in Frankreich

Streik am 5. Dezember 2019 in Paris

Der Protest gegen die Rentenreform in Frankreich hält an: Am Freitag kam es im ganzen Land im Nah- und Fernverkehr erneut zu massiven Behinderungen.

In Frankreich halten die Streiks gegen die geplante Rentenreform von Präsident Emmanuel Macron an.

Legende: Der Generalstreik in Frankreich ist angelaufen - Zehntausende gehen gegen die Rentenreform auf die Strasse. Die staatliche Bahngesellschaft SNCF teilte mit, nur 15 Prozent der Pariser Vorortzüge und jeder sechste TGV-Schnellzug würden zirkulieren.

Im Großraum Paris staute sich der Verkehr am Abend auf 600 Kilometern, wie der Sender Franceinfo berichtete. Bei der SNCF wird von zehn TGV-Hochgeschwindigkeitszügen nur einer fahren. Auch Verbindungen in die Nachbarländer wie beispielsweise Deutschland seien weiter stark eingeschränkt. Noch bis mindestens Montag soll die Metro bestreikt werden. Die von Macron gewünschte Vereinheitlichung des derzeit komplizierten Pensionierungssystems und die Abschaffung zahlreicher Sonderkassen im öffentlichen Dienst und in diversen freiberuflichen Gewerben wird als Frontalangriff auf die sozialen Errungenschaften der Nachkriegszeit verstanden. Am Samstag gingen etwa in Paris und Marseille tausende Menschen gegen die Reformpläne auf die Straße. Der zweite Protest wäre eine Gelegenheit für noch mehr Arbeiter, sich der Bewegung anzuschließen.

In Frankreich drohen die Gewerkschaften mit weiteren Streiks und Demonstrationen. Ihrem Aufruf folgten viel mehr Menschen als dem der "Gelbwesten" im November 2018. Neben Macron als Gastgeber werden Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Präsidenten Russlands und der Ukraine, Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj, an dem Gipfel teilnehmen. Auch am Freitag werden die meisten Züge gestrichen. Die französische Zivilluftfahrtbehörde rief die Airline auf, ihr Flugaufkommen am Freitag um ein Fünftel zu reduzieren.

An den Flughäfen hingegen sollte sich die Lage nach Angaben der Flugaufsichtsbehörde DGAC beruhigen. Laut der Pariser Nahverkehrsgesellschaft RATP blieben zudem neun Metro-Linien geschlossen.

Der Generalsekretär des Gewerkschaftsbundes CGT, Philippe Martinez, kündigte an, die Gewerkschaften würden mit ihrem Protest solange durchhalten, bis sich die Regierung von der Reform verabschiedet. Auch die Pariser Oper sagte wegen des Streiks Vorstellungen ab. Premierminister Édouard Philippe will die konkreten Reformpläne für das Rentensystem am Mittwoch vorstellen.

Das normale Renteneintrittsalter liegt bei 62 Jahren.

So können Lokführer theoretisch mit Anfang bis Mitte 50 in Rente gehen.

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