Dschungelcamp-Reise von Nathalie Volks Mutter wieder vor Gericht

Attest erschlichen Lehrerin verliert nach Dschungelcamp Trip Beamtenstatus. Die als Zeugin im Prozess gegen ihre Mutter (l

Sie ließ sich krankschreiben und flog zu ihrer Tochter nach Australien: Viktorija Volk, Mutter der ehemaligen Dschungelcamp-Kandidatin Nathalie Volk, darf deswegen keine verbeamtete Lehrerin mehr sein. Am Dienstag ging es im Disziplinarverfahren um die endgültige Entfernung aus dem Beamtenverhältnis, wie von der Landesschulbehörde angestrebt.

Die Lehrerin hatte ihre Tochter 2016 zum RTL-Dreh begleitet und sich dafür eine Krankschreibung erschlichen. Im Strafverfahren wurde sie dafür bereits rechtskräftig verurteilt. Das hat das niedersächsische Oberverwaltungsgericht am Dienstag in letzter Instanz rechtskräftig entschieden. Die Frau hatte Berufung gegen eine entsprechende Entscheidung des Verwaltungsgerichts Lüneburg eingelegt. "Für uns ist klar, dass Frau Volk sich eines schweren Dienstvergehens schuldig gemacht hat", sagte der Vertreter der niedersächsischen Landesschulbehörde in der Verhandlung. Damit sei die disziplinarrechtliche Höchstmaßnahme gerechtfertigt, so Schmidt. Der Lehrerschaft und dem gesamten öffentlichen Dienst habe sie erheblichen Schaden zugefügt. Zuletzt bekam die vom Dienst suspendierte Lehrerin die halben Bezüge, rund 2100 Euro netto. Auch für die Prozesskosten muss die 50-Jährige nach diesem Urteil aufkommen. Das Oberlandesgericht Celle bestätigte im August 2018 die vom Landgericht Lüneburg verhängte Geldstrafe und verwarf eine Revision. Das Landgericht hatte die Beamtin im März 2018 wegen des Gebrauchs eines unrichtigen Gesundheitszeugnisses verurteilt.

Weil sie ungerechtfertigt dem Dienst ferngeblieben war, sei das Vertrauen ihres Dienstherrn und der Allgemeinheit verloren, befand das Verwaltungsgericht bereits im vergangenen April. In einem Schreiben hatte sich die Pädagogin entschuldigt. Auch wenn der Befund im Attest nicht gestimmt habe, sei sie doch krank gewesen. Schüler warfen der Lehrerin vor, ihre Leistungsklasse kurz vor dem Abi im Stich gelassen zu haben. Ihr bliebe nach Angaben eines Gerichtssprechers nun nur noch der Gang zum Bundesverfassungsgericht, sollte sie ihre Grundrechte verletzt sehen. Ob sie einen solchen Schritt plant, wollte ihr Anwalt nicht kommentieren.

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