Korruption: Ericsson zahlt Strafe

Der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson hat sich mit US-Behörden auf hohe Strafzahlungen zur Beilegung eines Korruptionsverfahrens geeinigt

Es ist einer der größten Korruptionsskandale der Elektronikbranche in den letzten Jahren: Zwischen 2000 und 2016 soll Ericsson in zahlreichen Ländern Regierungsbeamte bestochen haben. Der Konzern hatte bereits mit einer hohen Strafe gerechnet und entsprechende Rückstellungen gebildet.

Das schwedische Mobilfunkunternehmen Ericsson zahlt über 1 Milliarde US-Dollar für ein Ende von Ermittlungen von Korruptionsfällen einschließlich der Bestechung von Regierungsbeamten. Das teilte das US-Justizministerium mit.

Laut US-Justizministerium waren in das "korrupte Verhalten" Ericssons "ranghohe Führungskräfte in mindestens fünf Ländern über einen Zeitraum von mehr als 17 Jahren" einbezogen. Gegen den Netz- und Telekommunikationsausrüster war wegen fragwürdiger Geschäftspraktiken in China, Dschibuti, Vietnam, Indonesien und Kuwait ermittelt worden. Ericsson gestand ein ausgefeiltes System entwickelt zu haben, das Schmiergeldzahlungen ermöglichte, die nicht in den Büchern auftauchten.

Das amerikanische Justizministerium startete daher unter Berufung auf den "Foreign Corrupt Practices Act" ein Korruptionsverfahren gegen den Elektronikkonzern.

Die Zahlung beinhaltet eine strafrechtliche Sanktion in Höhe von mehr als 520 Millionen US-Dollar sowie 540 Millionen US-Dollar, die in einer damit verbundenen Angelegenheit an die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC zu zahlen sind. In den USA können ausländische Unternehmen wegen Korruption belangt werden, wenn ihre Aktien an US-Börsen gehandelt werden oder die Straftaten das Territorium oder das Finanzsystem der USA betreffen.

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