Hohe Strafen gegen deutsche Stahlfirmen und voestalpine

Fast 650 Millionen Euro müssen die Betroffenen an Strafen zahlen

Ein Sprecher der Salzgitter AG sagte, die Zahlung trage die Ilsenburger Grobblech GmbH nicht allein, es handele sich um eine Konzernthematik.

Das Bundeskartellamt hat wegen unrechtmäßiger Preisabsprachen bei speziellen Blechen gegen mehrere Stahlhersteller Millionenbußen verhängt. Druckbehälterbau, allgemeiner Maschinenbau, sowie zum Bau von Windtürmen und Pipelines und in der Offshore-Industrie zum Einsatz.

Laut der Nachrichtenagentur Reuters wurde Thyssen-Krupp am heftigsten bestraft.

"Bei voestalpine Grobblech kamen die betroffenen Aufpreise und Zuschläge aufgrund einer Umstellung in der Preissystematik bereits seit vielen Jahren nicht mehr zur Anwendung", so der Konzern in der Stellungnahme. Die Salzgitter AG wollte sich zur Höhe des Bußgeldes nicht äußern. "Diese Aufpreise und Zuschläge ergaben traditionell gemeinsam mit einem stets kundenindividuell verhandelten Basispreis einen Angebotspreis". Den ebenfalls involvierten Dillinger Hüttenwerken sei die Buße sogar insgesamt erlassen worden, weil sie als erstes Unternehmen kooperiert hätten. Die Unternehmen hätten die Vorwürfe eingeräumt, so das Kartellamt.

Die voestalpine wird mit 65,5 Millionen Euro abgestraft und reagierte auf die Nachricht wie folgt: "Die Ermittlungen des Bundeskartellamtes wurden voestalpine im September 2017 infolge einer Hausdurchsuchung bekannt". Die voestalpine hat die Ermittlungen des Bundeskartellamtes von Beginn an unterstützt und vollinhaltlich kooperiert. Zu den betroffenen Unternehmen gehörten auch die österreichische Voestalpine, die zum Salzgitter-Konzern gehörende Ilsenburger Grobblech GmbH sowie drei verantwortliche Personen, teilte die Bonner Behörde an diesem Donnerstag mit. Das "einheitliche Aufpreissystem" habe in der Vergangenheit "oftmals dem Wunsch der Kunden" entsprochen. Im Rahmen der Aufarbeitung des Sachverhalts habe die voestalpine zudem bereits alle Verbandsmitgliedschaften auf ein notwendiges Maß reduziert und restriktive Regelungen für Teilnahmen an Verbandssitzungen und -veranstaltungen festgelegt.

Related:

Comments

Latest news

Johnson will Großbritannien zum 31. Januar aus der EU führen
Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon wertete den prognostizierten Wahlausgang auf Twitter als "bitter" für das Land. Eine Verlängerungsoption um bis zu zwei Jahre, die noch bis Juli 2020 möglich ist, hat der Premier ausgeschlossen.

ALDI SÜD stattet Filialen mit Kunden-WLAN aus
Der Lebensmitteldiscounter ALDI Süd hat jetzt bekannt gegeben, in seinen 1.600 Filialen kostenloses WLAN anzubieten. Der Discounter weist zudem in den entsprechenden Märkten mit Aufklebern auf das Vorhandensein des Angebots hin.

FPÖ-Spaltung: Politberater räumt "DAÖ" bundesweite Chancen ein
Haider ist 2008 verstorben; die Partei existiert noch, dümpelt allerdings als Kleinstpartei ohne Vorsitzende vor sich hin. Bundesparteiobmann Norbert Hofer und Dominik Nepp haben dazu für den Nachmittag eine Pressekonferenz angekündigt.

Alex Bahlsen ist tot: Flugzeug-Absturz kostet Keks-Erben das Leben
Laut Medienberichten ist Alex Bahlsen , Urenkel von Unternehmensgründer Hermann Bahlsen , im Alter von 61 Jahren gestorben. Auf der Facebook-Seite heißt es: " Alex Bahlsen war ein fantastischer Pilot, Mentor und Freund für so viele Menschen".

Greta Thunberg zur Persönlichkeit des Jahres
Auf der "Times"-Titelseite prangt ein Foto Thunbergs mit der Überschrift "Die Macht der Jugend". "Das ist alles, was wir sagen". Er bezeichnete die Wahl als "so lächerlich". "Entspann dich Greta , entspann dich". "Entspann dich, Greta , entspann dich!" .

Other news