Berlin gedenkt Terror-Opfern: "Dunkelster Tag des Jahres"

Ermittler am Ort des LKW-Anschlags auf dem Breitscheidplatz

Bei einem Anschlag am 19. Dezember 2016 am Berliner Breitscheidplatz hatte der islamistische Attentäter Anis Amri elf Menschen getötet.

Die Berliner Polizei hatte zuvor im Onlinedienst Twitter gemeldet, der Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz sei geräumt worden, um Hinweisen auf einen möglicherweise verdächtigen Gegenstand nachzugehen.

Der Verdacht, einer der Männer werde mit einem Haftbefehl gesucht, habe sich nicht bestätigt. Als Grund nannte die Polizei eine Namensähnlichkeit.

In einem Pressestatement vor Ort hatte die Polizei nach der Räumung bekanntgegeben, dass zwei Männer in Gewahrsam seien.

Die Gewerkschaft der Polizei Berlin warnte vor Spekulationen. Festnahmen habe es nicht gegeben.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat am dritten Jahrestag des Terroranschlags vom Breitscheidplatz in Berlin der zwölf Toten und vielen Verletzten gedacht. Deshalb sei der Platz geräumt worden.

Nach Angaben der Polizeisprecherin hatten die beiden Männer erst versucht, sich einer Polizeikontrolle zu entziehen.

Die Welt berichtet weiter, dass zivile Einsatzkräfte auf die Personen aufmerksam geworden, weil sie verdächtig gewirkt hätten.

Dann aber hieß es in einem Bericht der "B.Z.", dass eine Verwechslung der Namen bei der Überprüfung der Männer zum falschen Terror-Verdacht geführt habe. Laut Welt wird er per internationalem Haftbefehl aus den USA gesucht. Islamistische Gefährder sollten einheitlich unter Federführung des Bundeskriminalamtes überwacht und Daten besser mit den Ländern ausgetauscht werden, forderte der Berliner Landeschef Norbert Cioma. Diese hätten den Weihnachtsmarkt "verdächtig schnell" verlassen. Auch eine Veranstaltung in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche wurde vorzeitig beendet.

Ein Sprecher der Deutschen Bahn teilte mit, wegen des Polizeieinsatzes würden die S-Bahnen am Bahnhof Zoologischer Garten nicht halten. "Die Ereignisse am Breitscheidplatz vor drei Jahren haben sich tief in das Gedächtnis unserer Stadt eingebrannt", sagte Müller.

250 Polizisten suchen am Samstagabend - unterstützt von Sprengstoffspürhunden - den Platz und die Gedächtniskirche ab, wo gerade noch der Bach-Chor das Weihnachtsoratorium gesungen hatte. In der Gedächtniskirche fand ein Konzert das - das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach wurde gespielt.

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