Flugzeugabsturz nahe Teheran: USA vermuten versehentlichen Abschuss durch iranische Rakete

Iran Teheran Männer stehen neben Trümmern nach einem Flugzeugabsturz am Rande von Teheran. Bei dem Absturz der ukrainischen Passagiermaschine nahe Teheran sind nach Angaben der Hilfsorganisation iranischer Halbmond alle Insassen ums Leb

Damit gehen die Kanadier einher mit den Vermutungen der USA. Teheran weist den Verdacht zurück.

Im Iran ist am frühen Morgen eine Passagiermaschine aus der Ukraine abgestürzt. 176 Menschen kamen bei Teheran ums Leben. Washington glaube, dass es sich um einen versehentlichen Abschuss gehandelt habe. Dass die Maschine abgeschossen wurde, hielten US-Regierungsbeamte für hoch wahrscheinlich, berichtete der TV-Sender CBS am Donnerstag unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen.

Darin heißt es, die Boeing 737 habe wegen eines Problems kurz nach dem Start in Teheran versucht, umzudrehen. Er habe das Gefühl, dass etwas sehr Schreckliches passiert sei. Details nannte er nicht, heizte aber mit seiner Aussage die Spekulationen allerdings weiter an. Der kanadische Premierminister Trudeau sagte in einem Statement am Donnerstag, dass man ebenfalls von einem Abschuss ausgehe. Am Donnerstag spekulierten mehrere US-Medien über den Unfall. Man habe die Signale eines eingeschalteten Radars empfangen. Man nehme an, dass das Flugzeug versehentlich von einer iranischen Flugabwehrrakete abgeschossen wurde, berichtete das Portal "Newsweek", das sich auf Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums bezog.

Nach dem Angriff des Irans auf von US-Truppen genutzte Stützpunkte im Irak stürzt eine Passagiermaschine ab.

Zudem seien Raketenteile in der Nähe der Absturzstelle gefunden worden.

Spekulationen, wonach ein Zusammenhang zwischen dem Flugzeugabsturz und den iranischen Raketenangriffen auf Militärstützpunkte im Irak wenige Stunden vor dem Vorfall bestehen könnte, wollte Dychne nicht kommentieren. Eine offizielle Bestätigung, dass die Bilder echt sind und der Schrott tatsächlich von der Unglücksstelle bei Teheran stammt, steht allerdings aus. Nach Angaben der Hilfsorganisation iranischer Halbmond kamen alle Insassen ums Leben. Es handelte sich um eine 30-jährige anerkannte Asylbewerberin sowie ihre achtjährige Tochter und ihren fünfjährigen Sohn. Der Konflikt des Iran mit den USA hatte sich zuletzt zugespitzt. "Wissenschaftlich gesehen ist es unmöglich, dass eine Rakete die ukrainische Maschine getroffen hat, deshalb sind solche Gerüchte unlogisch", zitierte die iranische Nachrichtenagentur Irna den Behörden-Chef Ali Abedzadeh. Nach Angaben von Behörden im Staatsfernsehen wurden von den Rettungsteams zunächst weder Schäden noch Verletzte gemeldet. Irans Präsident Hassan Rohani forderte später vom Verkehrsministerium und der Luftfahrtbehörde eine lückenlose Aufklärung, wie der Nachrichtensender Chabar berichtete. Die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA hatte Fluggesellschaften aus ihrer Heimat bereits vor dem Absturz untersagt, überhaupt noch über den Irak, Iran, den Persischen Golf und den Golf von Oman zu fliegen. Das sagte ein Downing-Street-Sprecher in London. Nach Angaben beider Länder saßen 176 Menschen in dem Flieger. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach den Hinterbliebenen sein Mitgefühl aus.

In einem vorläufigen Bericht der ukrainischen Behörde für zivile Luftfahrt hieß es unter Berufung auf iranische Ermittler, die Besatzung habe keinen Notruf abgesetzt. Augenzeugen hätten berichtet, die Maschine habe gebrannt. Als sie am Boden aufschlug, sei sie explodiert - wohl weil das Flugzeug große Mengen Kerosin getankt hatte. Sie sollen bei der Suche und Identifizierung von Passagieren der Boeing 737 helfen.

Related:

Comments

Latest news

Jasmin Tawil im Tränen-Interview 6 Jahre nach der Trennung
Um mit der Vergangenheit abzuschließen, strandete Jasmin in Kalifornien und auf Hawaii, wagte dort einen Neuanfang. Jasmin und Adel Tawil waren über 13 Jahre lang ein Paar, drei davon verheiratet.

"Linkin Park": Witwe von Chester Bennington heiratet wieder
Chester Benningtons Witwe Talinda Bennington hat rund zweieinhalb Jahre nach dem Tod des Linkin-Park-Sängers wieder geheiratet. Die Witwe des verstorbenen Linkin-Park-Sängers Chester Bennington (1976 - 2017), Talinda Bennington, hat wieder geheiratet.

Borna-Virus: Mehr Menschen tödlich infiziert als bisher angenommen
Der jüngste Fall wurde Ende 2019 bekannt: Ein elfjähriges Mädchen war an einer Borna-Infektion gestorben, wie web.de berichtete . Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch oder auch von Pferd zu Mensch sei auf natürlichem Wege aber ausgeschlossen, erklärte Beer.

CSU-Chef Markus Söder treibt CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer vor sich her
Im vorigen Jahr habe man bei der SPD erlebt, wie nachteilig sich Selbstbeschäftigung der Politik auswirke. Alles bis zum Ende so zu belassen, wie es jetzt sei, scheint für ihn jedenfalls keine Option.

Harry und Meghan wollen keine wichtige Rolle mehr im Königshaus
Die britische Boulevardpresse hatte die US-Schauspielerin zunächst begeistert in der britischen Königsfamilie willkommen geheißen. Sie würden Königin Elizabeth II. weiter voll unterstützen, wollten aber künftig einen Teil ihrer Zeit in Nordamerika verbringen.

Other news