Absatz 2019 gestiegen: BMW-Gruppe verkauft mehr Autos

Den größten Schub erhielt Daimler aus China

Audi verkaufte im vergangenen Jahr rund 1,85 Millionen Autos, 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr.

Trotz weltweiten Wachstums im Premiumsegment, besonders in China, treten die Oberklassehersteller ähnlich wie andere Autobauer auf die Kostenbremse. Vor zwei Jahren hatte Audi mit einem Wert von 8,2 Prozent noch deutlich vor BMW gelegen, inzwischen ist Audi hinter Mercedes und BMW nur noch auf dem dritten Premiumplatz in Deutschland. "Ich bin zuversichtlich, dass wir unseren Erfolgskurs im laufenden Jahr fortführen und weiter profitabel wachsen werden". Für das laufende Jahr zeigten sich am Donnerstag beide Unternehmen zumindest in diesem Punkt optimistisch: Der Absatz soll weiter zulegen.

Källenius sieht Mercedes im weltweiten Premiummarkt weiter als Nummer eins vor BMW. Auch wenn die kommenden Jahr mehr denn je von der Transformation der Branche geprägt seien, wolle das Unternehmen den Absatz weiter steigern.

Daimler hatte vor allem in der ersten Jahreshälfte 2019 mit der Umstellung der Kompaktklassen auf neuere Modelle zu kämpfen, die aber im zweiten Halbjahr Schub gaben. Der Optimismus ist offenbar zurückgekehrt, in einer Branche, die im vergangenen Jahr mehr mit Stellenabbau und Sparplänen von sich Reden gemacht hat. Der seit Mai amtierende Nachfolger von Dieter Zetsche hat wegen des Gewinneinbruchs und weiter hoher Kosten für neue Technik ein scharfes Sparprogramm beim Dax-Konzern aufgelegt und will mehr als 10 000 Stellen streichen.

Der Autobauer BMW hat im vergangenen Jahr 2,17 Millionen Autos der weiß-blauen Stammmarke verkauft und damit den Rückstand auf den Konkurrenten Mercedes-Benz verkürzt. Im April übernimmt mit Markus Duesmann ein früherer BMW-Manager den Vorstandsvorsitz bei der VW-Tochtergesellschaft in Ingolstadt.

In Europa steht für 2019 nun mit 770.000 verkauften Autos ein Plus von 3,5 Prozent.

Der starke Dezemberabsatz hat Audi in der Jahresbilanz ein Plus von 1,8 Prozent auf 1,846 Millionen an Kunden ausgelieferte Autos beschert.

Vor allem mit den großen SUV-Modellen konnte Audi punkten, hier stiegen die Verkaufszahlen fast um die Hälfte. "Dies ist vor allem auf die positive Bilanz von Audi e-tron und Audi Q8 zurückzuführen, und das obwohl die Modelle erst seit kurzem in allen Kernregionen verfügbar sind", teilte der Konzern mit. Insgesamt ging der Verkauf von SUV-Modellen 2019 um 4,5 Prozent zurück - die Stadtgeländewagen sind mit einem Anteil von einem Drittel aber noch immer das volumenstärkste Segment der Schwaben. Daimler kam inklusive der Kleinwagenserie Smart auf 2,46 Millionen Pkw und damit 0,7 Prozent mehr. Die von Januar bis einschließlich Dezember verkauften Fahrzeuge sind gleichbedeutend mit einem leichten Plus von 1,8 Prozent. "Wir blicken mit Zuversicht auf das neue Jahr und streben 2020 erneut einen Absatzzuwachs an", kündigte Nota schon vor der Veröffentlichung der detaillierten Zahlen an. Nota wertete die Summe von 2,52 Millionen Autos der Marken BMW, Rolls-Royce und Mini als Beleg dafür, dass der Konzern "weiterhin der weltweit führende Premiumhersteller" sei. Im Vergleich der Stammmarken liegt Mercedes-Benz aber seit 2016 vor BMW.

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