Brennpunkte - Scharfschützen sollen in Australien bis zu 10.000 Kamele töten

10.000 Kamele in Australien vor Abschuss

Durch die Brände und die Dürre sehen sich die Australier aber vor einer neuen Herausforderung: Kamelen.

In Australien gefährden die Herden das bereits knappe Trinkwasser und die Nahrungsvorräte der Ureinwohner. Das sei nötig, weil die Tiere sonst die Bewohner entlegener Ortschaften gefährden würden, hieß es von den örtlichen Behörden am Mittwoch.

Die Kamele werden von Helikoptern aus von Scharfschützen abgeschossen.

Das betroffene Areal Anangu Pitjantjatjara Yankunytjatjara im Bundestaat South Australia ist eine sogenannte "Aboriginal Community". Sie diene nicht nur dem Schutz der Menschen, sondern auch dem Wohl der Herden, erklärte das Ministerium. In manchen Fällen hätten sich die Tiere auch gegenseitig totgetrampelt und die Kadaver hätten Wasserquellen verunreinigt, sagte eine Sprecherin der Behörde der australischen Zeitung "The Australian". In Somalia hat die Kamelzucht eine Jahrhunderte alte Tradition, die Tiere sind kulturell bedeutsam. Traditionell wird der Reichtum eines Somaliers daran abgelesen, wieviele Kamele er besitzt. Sie gelten als Plage, da sie Quellen verseuchen und bei der Futtersuche die natürliche Flora zertrampeln. 2019 war das trockenste Jahr in Australien seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Kamele wurden in Australien erstmals Mitte des 19. Jahrhunderts aus Indien eingeführt, um sie für die Erschließung des riesigen Binnenlandes zu nutzen. Grundbesitzer in der APY-Region fangen seit Jahren Kamele ein und verkaufen sie.

1,2 Milliarden (!) - so hoch schätzt der WWF die Zahl der Tiere, die bei den Buschfeuern in Australien bislang ums Leben gekommen sind. Ihm zufolge dauert die Dürre auf dem Aborigine-Land nun schon 18 Monate. Diese drohen sich mit einer bevorstehenden neuen Hitzewelle erneut zu verstärken. Die Behörden des australischen Bundesstaates Victoria haben deshalb den Katastrophenalarm für Teile der Region ausgerufen. In Victoria betrifft die neue Evakuierungsanordnung vor allem mehrere Ortschaften im Osten des Bundesstaates. Auch auf der bei Touristen beliebten Känguru-Insel südlich von Adelaide im Bundesstaat South Australia wurden Menschen aus ihren Häusern geholt und an sichere Ort gebracht.

Im Kampf gegen die Flammen starb derweil erneut ein Feuerwehrmann, es war bereits das vierte Todesopfer in den Reihen der Einsatzkräfte. Insgesamt kamen bei den Bränden damit seit September 26 Menschen ums Leben. Mehr als 2.000 Häuser wurden aktuellen Angaben zufolge zerstört. Etwa acht Millionen Hektar Land - in etwa die Größe Kaliforniens oder Irlands - wurden Opfer der Flammen.

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