Klimaprotest - Fridays for Future-Demo vor Siemens geplant

Nick Heubeck von den Bamberger Fridays for Future kritisiert Siemens Geschäftspolitik

"Siemens rühmt sich damit, bis 2030 klimaneutral werden zu wollen und unterstützt gleichzeitig den Bau einer Kohlemine, deren Betrieb die Einhaltung der Klimaziele quasi unmöglich macht", kritisierte nun Fridays for Future in München.

Stuttgart - Die Klimaaktivisten von Fridays for Future haben angekündigt, am Freitag vor der Stuttgarter Siemensniederlassung zu demonstrieren.

Demnach soll Siemens die Signalanlage für die zum Abtransport der abgebauten Kohle benötigten Bahn liefern.

Hintergrund der Debatte ist ein Auftrag zur Lieferung einer Zugsignalanlage für eine geplante riesige Kohlemine in Australien, den Siemens erhalten hat. Die Entscheidung könnte noch in dieser Woche fallen, wie aus dem Unternehmensumfeld zu hören ist.

Neubauer sagte der "Augsburger Allgemeinen" (Freitag), dass Siemens Klimaneutralität anstrebe und zugleich das in Australien geplante Grossprojekt mit Technik ausrüsten wolle, sei ein eklatanter Widerspruch, der durch nichts zu rechtfertigen sei: "Als Konzern, der verstanden hat - oder vorgibt, zu verstehen -, was die menschengemachte Klimakrise bedeutet, ist es nicht zu rechtfertigen, an einem Projekt wie der Adani-Mine festzuhalten".

Von Siemens hiess es zu dem für Freitag geplanten Gespräch: "Wir nehmen das Thema sehr ernst und nehmen uns die notwendige Zeit, unterschiedliche Perspektiven zu hören und zu diskutieren". "Auf der Suche nach 'sanity', nach Vernunft, fordern wir Siemens und den Vorsitzenden Joe Kaeser auf, den Auftrag in Höhe von etwa 20 Millionen Euro abzulehnen".

Nach der Fertigstellung wäre die Adani-Mine eines der größten Kohlebergwerke der Welt, wodurch jährlich zusätzlich 705 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen würden.

SDer iemens-Chef Joe Kaeser am 8. Januar bei einer Veranstaltung mit Unternehmensspitzen in Berlin.

. Das Projekt wird von Umweltschützern seit Jahren bekämpft. Erst im Dezember hatte sich ein Aktivist von Extinction Rebellion an ein Fenster der Konzernzentrale geklebt. Kaeser schrieb auf Twitter, er wolle sich das Projekt "sorgfältig ansehen" und sich bald zurückmelden. Damals ließ er explizit offen, ob Siemens auf den Auftrag verzichten werde.

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