Nach Einbruch ins Grüne Gewölbe - Schmuckstücke für mehrere Millionen in Israel angeboten

Zu den erbeuteten Pretiosen gehört auch dieser wertvolle Bruststern aus Brillanten Rubinen und Gold. Er wurde zwischen 1746 und 1749 gefertigt

Die Firma CGI ist nach eigenen Angaben seit Ende November mit der Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen im Grünen Gewölbe beauftragt sowie mit der Untersuchung des Einbruchs. "Alle Informationen wurden in Echtzeit an die Dresdner Staatsanwaltschaft übergeben", sagte Nave. Das Geld sollte in der digitalen Währung Bitcoin gezahlt werden. Von dem Sachverhalt habe man keine Kenntnis, erklärte SKD-Sprecher Stephan Adam. Auch die Kunstfreunde der Staatlichen Sammlungen - ein Förderverein - wollen mit der Angelegenheit nichts zu tun haben: Man sei "in keinerlei Art und Weise in diesen Vorfall involviert", ließ Geschäftsführerin Maria Krusche wissen.

Die Sicherheitsfirma CGI behauptet unterdessen, mit der Überprüfung der Untersuchung des Einbruchs beauftragt zu sein. Das bestätigte der Geschäftsführer der israelischen Sicherheitsfirma CGI, Zvika Nave. Zudem betonten die Kunstsammlungen, die Sicherheitsfirma CGI nicht mit Ermittlungen ‎beauftragt zu haben.

Seltsam: Trotz brisanter Ermittlungsergebnisse von CGI, haben die Dresdner Ermittlungsbehörden bisher keinen Kontakt mit den Israelis aufgenommen. Die erste sei vergangene Woche eingegangen. Die Absender schrieben, ihre Nachricht sei nicht nachzuverfolgen, sie verwendeten verschiedene Verschlüsselungstechniken. Von der Dresdner Staatsanwaltschaft hieß es dazu nur: "Wir haben nichts Neues zu vermelden!". Bei den angebotenen Schmuckstücken handele es sich um den Sächsischen Weißen Brillanten und den Polnischen Weiße-Adler-Orden.

Aus dem Grünen Gewölbe waren am 25. November 2019 in den frühen Morgenstunden Teile dreier Juwelengarnituren gestohlen worden. Der Coup, der weltweit Schlagzeilen machte, dauerte nur wenige Minuten.

Gleichzeitig hat das Museum das Sicherheitspersonal aufgestockt. Genaue Zahlen würden "aus Sicherheitsgründen" jedoch nicht genannt, teilten die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) am Freitag mit. Neben dem vom Einbruch betroffenen Historischen Grünen Gewölbe befinden sich im Schloss weitere Museen der SKD. Das Grüne Gewölbe werde nun Tag und Nacht mit gepanzerten Minibussen bewacht.

Die Dresdner Behörden gehen angesichts von insgesamt vier Tätern - zwei fuhren das später in Brand gesetzte Fluchtauto - von einer Bande aus. Es wurde eine Belohnung von 500.000 Euro für Hinweise ausgesetzt.

Schmuckstücke aus dem Juwelendiebstahl im Grünen Gewölbe in Dresden sind für einen Millionenbetrag in Israel zum Verkauf angeboten worden. Wann es wieder öffnet, steht derzeit noch nicht fest.

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