Konflikte - Irak: Neue Raketenangriffe auf Grüne Zone in Bagdad

Die US-Botschaft in der Grünen Zone Bagdads.

Irak Zwei Raketen schlagen in Grüner Zone Bagdads ein

Am späten Mittwochabend schlugen in der hoch gesicherten Grünen Zone in Bagdad, in der sich auch die US-Botschaft befindet, erneut zwei Raketen des Typs Katjuscha ein, wie das irakische Militär mitteilte.

Der Angriff erfolgte Beobachtern zufolge kurz vor Mitternacht. Nach Einschätzung von Bundesaußenminister Heiko Maas sind die Einschläge eher nicht Iran zuzuordnen, vielmehr gebe es in der Region "viele unabhängige Gruppen", sagte er am Donnerstag in der ARD. Doch für eine Entwarnung ist es noch zu früh: In der Nacht sind erneut Raketen nahe der US-Botschaft in Bagdad einschlagen. Teilweise wurden dabei auch Menschen getötet oder verletzt. US-Verteidigungsminister Mark Esper vertrat die Einschätzung, dass die USA durch die Tötung Soleimanis den "Abschreckungsgrad" im Iran-Konflikt gesteigert hätten.

US-Vizepräsident Mike Pence hatte noch am Mittwoch berichtet, der Iran, habe verbündete Milizen aufgefordert, keine US-Ziele anzugreifen. Allerdings müsse die weitere Entwicklung abgewartet werden, fügte er hinzu: "Wir werden sehen". "Wir hoffen, dass diese Botschaft weiterhin Widerhall findet", sagte Pence in einem Interview des TV-Senders CBS News. Bei den Angriffen seien keine US-Bürger zu Schaden gekommen, sagte er. Die Angriffe erfolgten nur wenige Stunden nach einer Fernsehansprache von US-Präsident Donald Trump, in der er deutlich gemacht hatte, dass er eine Deeskalation des zuletzt dramatisch verschärften Konflikts mit dem Iran anstrebt.

Trump kündigte in einer Ansprache keine militärische Reaktion auf die Angriffe auf die Militärstützpunkte an, sondern lediglich neue Wirtschaftssanktionen gegen den Iran.

Die US-Demokraten wollen unterdessen mittels Beschneidung von Trumps militärischen Befugnissen eine weitere Eskalation im Iran-Konflikt verhindern.

Der direkte Angriff aus dem Iran markierte eine neue Stufe der Eskalation in dem seit Monaten dauernden Konflikt. Das irakische Außenministerium kündigte die Einbestellung des iranischen Botschafters in Bagdad wegen der "Verletzung der Souveränität" des Landes an.

Mehr als 5.000 Soldaten sind im Irak stationiert, um die irakische Armee in ihrem Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) zu unterstützen. Sein Land habe vollen Respekt für "die Unabhängigkeit, Souveränität, Einheit und territoriale Integrität" des Irak, erklärte der iranische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Majid Takht-Ravanchi, am Mittwoch in einem Brief an den UN-Sicherheitsrat und an UN-Generalsekretär António Guterres.

Er glaube, "dass wir heute sicherer sind" als vor der Tötung des iranischen Top-Generals Ghassem Soleimani.

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