Toyota GR Yaris: Kleinwagen mit Rennsport-Genen

Toyota baut für ein Jahr ein komplett neues WRC

"Den GR Supra haben wir auf der Rennstrecke entwickelt, der neue GR Yaris ist das Ergebnis unseres Rallye-Engagements - und ein Auto, auf das viele unserer Fans gewartet haben".

Toyota baut den Kleinwagen Yaris zum Rennauto für die Straße um. Seine Premiere feiert er auf dem Tokio Auto Salon (10. bis 12. Januar 2020), der Marktstart ist für die zweite Jahreshälfte 2020 geplant. Es dient damit der Entwicklung eines neuen Wettbewerbsfahrzeugs für das Rallye-Team von Toyota Gazoo Racing, das seit seiner Rückkehr in die WM vor drei Jahren den Herstellertitel (2018) und den Fahrertitel (2019) gewonnen hat. Neben dem permanenten Allradantrieb sind auch der Motor, die Radaufhängung und das aerodynamische Styling komplett neu entwickelt worden. Die günstigere Gewichtsverteilung, die daraus resultiert, verbessert Handling, Stabilität und Ansprechverhalten. Der vordere Teil basiert auf der GA-B-Plattform aus der Kleinwagenklasse, der hintere Teil auf der GA-C-Plattform der Kompakten.

Optisch unterscheidet sich der Renn-Yaris nicht nur durch die üblichen Hochleistungs-Insignien in Form großer Lufteinlässe und breiter Schweller von den zivilen Modellen, sondern auch durch eine abgesenkte Dachlinie, rahmenlose Türen und Kohlefaser-Anbauteile.

Der 1,6-Liter-Turbomotor leistet 261 PS und bringt den 1.280 Kilogramm leichten Renner ordentlich auf Zack. Per Kolbenbodenkühlung, Multi-Öldüse, grösseren Auslassventilen und einem bearbeiteten Einlasskanal soll der Zwölfventiler erstaunliche 360 Newtonmeter an die Räder leiten.

Die vorderen Sitze sind standesgemäß und bieten genügend Seitenhalt. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 230 km/h begrenzt.

Ein niedriges Leistungsgewicht war eines der wesentlichen Entwicklungsziele für den GR Yaris, der daher auf fortschrittliche Leichtbaumaterialien setzt.

Die Motorkraft wird per Allrad auf die Straße gebracht. Das Allradsdystem erlaubt theoretisch jegliche Achsverteilung - von reinem Vorderradantrieb bis zu reinem Hinterradantrieb ist alles möglich. Dessen Kraftverteilung lässt sich vom Fahrer anpassen: Im Grundmodus gehen 60 Prozent an die Vorderachse, im fahrspaß-orientierten Sportmodus fließen 70 Prozent nach hinten und in der rennstrecken-optimierten Wettbewerbs-Einstellung wird die Kraft gleichmäßig zwischen den Achsen verteilt. Die Drehmomentverteilung reagiert automatisch auf die aktuell herrschenden Bedingungen. Vorne kommt eine Aufhängung an MacPherson-Federbeinen zum Einsatz. Für optimale Verzögerung sorgt ein hitzebeständiges Sport-Bremssystem.

Related:

Comments

Latest news

Aus Freude am Fahren: Jetzt heißt es "BMe"
Unabhängig davon gibt es noch die normalen Fahrmodi Comfort, Sport und Eco Pro, die den Antrieb ebenfalls beeinflussen. Das Ladevolumen von 450 Litern lässt sich durch Umlegen der Rückbank variabel auf bis zu 1.470 Liter erweitern.

Nationalbank erzielt Gewinn von 49 Milliarden
Der auszuschüttende Betrag von insgesamt 2 Milliarden geht zu einem Drittel an den Bund und zu zwei Dritteln an die Kantone. Nach diesen Auszahlungen wird die Ausschüttungsreserve laut den SNB-Angaben noch rund 86 Milliarden Franken betragen.

Flugzeugabsturz - Iran spricht von "versehentlichem" Abschuss
Nach ihrem Vier-Augen-Gespräch forderten sowohl Merkel als auch Putin, dass das Atomabkommen mit dem Iran erhalten bleiben müsse. Beide Länder seien dafür, dass diese Vereinbarung weiter umgesetzt werde, sagte Putin nach dem Gespräch mit Merkel in Moskau.

Prozesse: Streit zwischen Pelham und Kraftwerk geht weiter
Die Kraftwerk-Musiker Ralf Hütter und Florian Schneider-Esleben sahen dadurch ihr Urheberrecht verletzt. Mit dem Streit befassten sich bereits das Bundesverfassungsgericht und der Europäische Gerichtshof.

Mobilität: E-Scooter-Vermieter Lime schränkt Angebot ein
Das amerikanische News-Portal " Axios " berichtet von zwölf Standortschließungen weltweit. Finanzielle Schwierigkeiten sollen aber nicht der Grund für die Maßnahme sein.

Other news