Hackerangriff auf Amazon-Chef: Saudischer Kronprinz soll Bezos ausspioniert haben

Das Mobiltelefon von Amazon-Gründer Jeff Bezos wurde Mitte 2018 gehackt. Das habe die Zeitung von Zeugen erfahren, die mit der Untersuchung von Bezos' Handy vertraut sein sollen.

Eine digitale forensische Analyse habe ergeben, dass die verschlüsselte Nachricht von der von Mohammed bin Salman verwendeten Nummer eine Schadsoftware enthalten habe, die das Handy infiltriert habe. Der Guardian berichtet jetzt, dass es der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman persönlich gewesen sein soll, der die Nachricht schickte, die Bezos' Telefon mit "hoher Wahrscheinlichkeit" kompromittierte. Danach seien innerhalb von Stunden große Mengen Daten von Bezos' Telefon abgeflossen. Um welche Informationen es sich genau handelt, konnte der "Guardian" nicht in Erfahrung bringen.

Der Bericht darüber, dass eine direkte Verbindung zwischen dem Datenleck auf Bezos Telefon und dem da saudischen Kronprinz bestehen könnte, dürfte sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft für Wirbel sorgen: Nur fünf Monate vor dem mutmaßlichen Hackerangriff war Jamal Khashoggi, ein saudischer Journalist der "Washington Post", in der saudi-arabischen Botschaft in Istanbul ermordet worden. Der saudische Kronprinz geriet damals unter Verdacht, den Mord in Auftrag gegeben zu haben.

Zu Beginn des Jahres 2019 hatte Bezos selbst bekannt gemacht, dass die Boulevardzeitung "National Enquirer" an private Dateien und Nachrichtenverläufe des Unternehmers gelangt war und versuchte, den Amazon-Chef zu erpressen.

Bezos' Sicherheitschef hatte nach seiner eigenen Untersuchung bereits bei der News-Webseite Daily Beast geschrieben, dass es deutliche Hinweise auf eine Verstrickung der Saudis in den Hack gebe. Bin Salman unterhalte eine "enge Beziehung" mit David Pecker, dem CEO des Medienunternehmens, dem unter anderem der "National Enquirer" gehört.

Vom Guardian um eine Stellungnahme gebeten, antwortete Bezos lediglich, er kooperiere mit laufenden Untersuchungen der Behörden.

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