US-Medien: Boeing rechnet mit 737-Max-Flugverbot bis Sommer

Boeing 737 Max

Das Flugverbot für Boeing-Flugzeuge vom Typ 737 MAX wird noch mindestens ein halbes Jahr bestehen bleiben.

Der US-Luftfahrtkonzern rechne nicht damit, dass die Baureihe vor Juni oder Juli wieder zugelassen wird, berichteten der US-Sender CNBC und auch der Finanzdienst Bloomberg unter Berufung auf Insider. Bislang habe der Hersteller erwartet, dass der Problemflieger einige Monate früher wieder starten kann. Die 737 Max darf nach zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten seit Mitte März 2019 nicht mehr abheben - das Verbot gilt weltweit. Als entscheidende Ursache der verheerenden Unglücke gilt eine fehlerhafte Steuerungsautomatik der Boeing-Flugzeuge. Trotzdem reagierten die Börsen auf die Mitteilung. Der Umsatz kletterte um rund vier Prozent auf 10,9 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Aktie wurde deswegen vorübergehend aus dem Handel genommen. Die Einschätzung beruhe auf Erfahrungen mit dem Zertifizierungsprozess und der "rigorosen Prüfung", die Kontrolleure "zu Recht bei jedem Schritt ihrer Untersuchung" anwendeten.

Boeing hatte in der vergangenen Woche ein neues Software-Problem bei der 737 Max gefunden, das eine Wiederinbetriebnahme erschweren könnte. Beim Prüfungsprozess kooperiere die Behörde mit anderen internationalen Regulierern. "Wir nehmen die notwendigen Updates vor", teilte das Unternehmen am Freitag mit. Boeing arbeite mit der amerikanischen Flugaufsicht FAA zusammen und halte Kunden und Zulieferer auf dem Laufenden. Die Sicherheit und die Übereinstimmung mit den behördlichen Vorgaben habe "höchste Priorität", bevor der Maschinentyp wieder in Betrieb gehen könne, hieß es. Weitere Angaben machte Boeing nicht.

Für den Flugzeugbauer ist der Ausfall der 737 Max eine enorme Belastung, die hohe Sonderkosten und Imageschäden verursacht hat. Der Flugzeugtyp war bis zu den Abstürzen Boeings bestverkauftes Modell und einer der wichtigsten Gewinnbringer. Im Dezember hatte Boeing im Zuge des 737-Max-Debakels Vorstandschef Dennis Muilenburg gefeuert, dessen Krisenmanagement für Kritik gesorgt hatte.

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