Mord in Starnberg: 19-Jähriger hat gestanden | BR24

Wende bei Ermittlungen zu erschossener Familie in Starnberg

In einem bisher von der Polizei als Familiendrama mit drei Toten in Starnberg eingestuften Fall gibt es eine spektakuläre Wende.

Auf einer Pressekonferenz teilte die Polizei mit, dass ein Bekannter (19) des Sohnes das Verbrechen gestanden habe.

Am frühen Abend des 12. Januar hatten Beamte der Polizei in dem Haus im Starnberger Norden die drei Leichen* gefunden. Jetzt ist klar, dass es ein Dreifachmord war. Einen 19 Jahre alten Hauptverdächtigen, der die Tat bereits gestanden hat, und einen 18-Jährigen, der ihn zum Tatort gefahren und wieder abgeholt haben soll. Die Leiche des Sohnes wurde - ebenfalls mit einem Kopfschuss - in dessen Zimmer entdeckt. Die beiden Eltern - die Frau war 60, der Mann 64 Jahre alt - lagen in ihrem Schlafzimmer.

Der 19-Jährige habe daraufhin ein Geständnis abgelegt, zuerst den 21-jährigen Freund und dann dessen Eltern umgebracht zu haben. Doch dies dürfte der Mörder so inszeniert haben. Weder die Eltern noch der Sohn hatten einen Waffenschein. "Unklarheiten" habe es gegeben, sagt Oberstaatsanwältin Andrea Mayer. Laut Aussage des Geständigen habe der 18-Jährige von den Mordplänen des 19-Jährigen gewusst. Dazu wurden und mehrere Waffen sowie Munition sichergestellt. Er war aufgrund von Zeugenaussagen im Umfeld des Ausbildungsbetriebes des 21-Jährigen, der eine Lehre als Büchsenmacher absolvierte, geriet ein 19-jähriger Bekannter ins Visier der Beamten. Zwölf bis 15 Schüsse waren abgegeben worden, nicht alle trafen die Opfer.

Intensive Ermittlungen mit Zeugenbefragungen und Hausdurchsuchungen in den vergangenen Tagen hatten zu dem dringend Tatverdächtigen geführt, wie Günther Gietl, Präsident des zuständigen Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord während einer Pressekonferenz berichtete. Zuvor waren die Ermittler von einem Familiendrama ausgegangen, bei dem der Sohn zunächst seine Eltern und dann sich selbst getötet haben soll.

Inzwischen gehen die Ermittler von Mord aus.

Doch das Warum ist unklar. Der mutmaßliche Mörder und der 21-Jährige waren so eng befreundet, dass der spätere Täter sogar den Zugangscode zum elektronisch gesicherten Haus kannte und so problemlos eindringen konnte. Auf die Spur des 19-Jährigen kam man offenbar über die Ermittlungen zur Herkunft der gefundenen Waffen: Er war mit dem 21-Jährigen befreundet, auch, weil beide eine Leidenschaft für Schusswaffen hatten.

Ob es darüber Streit gab?

Der Staatsanwaltschaft zufolge ging man bis zum Vortag trotz einiger Ungereimtheiten zunächst von einem erweiterten Suizid des Sohnes aus.

Zweifel an der Suizid-Theorie ergaben sich schon daraus, dass es keinen Abschiedsbrief gab. Nur eines scheint klar: Die Eltern starben nicht durch die Hände ihres eigenen Sohns.

Auch in welcher Beziehung die vermeintlichen Täter zur Familie standen, ist nicht bekannt.

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