Börsen: Axel Springer will sich von der Börse zurückziehen

Axel Springer will sich von der Börse zurückziehen

Gleichzeitig erklärte Springer, vor Ablauf der Annahmefrist für das Angebot einen Antrag auf Rückzug vom Börsenparkett bei der Frankfurter Wertpapierbörse zu stellen. KKR und Axel Springer haben sich auf einen Barangebotspreis in Höhe von 63 Euro je Axel-Springer-Aktie geeinigt.

Dies teilte Springer am Donnerstag nach Börsenschluss mit. Im Rahmen des öffentlichen Delisting-Erwerbsangebots werden Friede Springer und Mathias Döpfner, die direkt und indirekt gemeinsam rund 45,4 Prozent des Grundkapitals von Axel Springer halten, keine von ihnen direkt oder indirekt gehaltenen Aktien verkaufen. Auch die Springer-Enkel Axel und Ariane behielten ihre Anteile von 5,0 und 1,0 Prozent, sagte eine Springer-Sprecherin am Freitag. "Sie wollen den Wandel des Unternehmens weiter begleiten". Das Angebot von KKR zielt auf einen Streubesitz von 3,6 %. Die Aktionäre können vor dem Rückzug von der Börse ihre Anteile an KKR verkaufen. - dpa IG Metall verzichtet auf konkrete LohnforderungFrankfurt. Deshalb schreiben die Regeln der Deutschen Börse vor, dass sie vorher noch ein Kaufangebot des Großaktionärs bekommen.

Axel Springer will sich von der Börse zurückziehen
1 Axel Springer will sich von der Börse zurückziehen

Zur Unterstützung der langfristigen Wachstumsstrategie hatten Axel Springer und KKR 2019 eine Investorenvereinbarung mit dem Ziel einer strategischen Partnerschaft abgeschlossen. "Ein ganz wichtiger Investitionsschwerpunkt ist das Thema Technologie". Mit dem Einstieg von KKR habe man deutlich mehr Spielraum, um zu tun, "was sich in fünf, in sechs, in sieben Jahren bezahlt macht". Wegen des Umbaus, aber auch wegen schwächerer Geschäfte in bestimmten Bereichen senkte der Konzern bereits letztes Jahr seine Umsatzziele. In diesem Bereich kann Springer schon jetzt stabile Wachstumsraten vorweisen, er bringt mittlerweile den größten Teil der Konzerngewinne ein. Insgesamt gibt es rund 107,9 Millionen Stückaktien. Ende September hatte der Konzern bekanntgegeben, dass er Millionenbeträge in Projekte bei seinen Marken "Bild" und "Welt" investieren, zugleich aber im Konzern auch Personal reduzieren wolle.

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