Söder will mit Putin auch über Tiergarten-Mord sprechen

Söder in Moskau

CSU-Chef Markus Söder will bei seinem Treffen mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin auch den mutmaßlichen Auftragsmord an einem Georgier ansprechen. Aber vielleicht gebe es Schritte in die Zukunft. Die Reaktion sei "nicht überragend" gewesen. Die Bundesanwaltschaft verdächtigt staatliche Stellen in Russland oder in der Teilrepublik Tschetschenien, den Mord in Auftrag gegeben zu haben.

Schon vorab hatten einige russische Medien die besondere Beziehung Russlands zu Bayern betont - vor allem im wirtschaftlichen Bereich. Eine vollständige Kooperation bei der Aufklärung des Falles sei wichtig und notwendig, sagte der bayerische Ministerpräsident am Mittwochmorgen am Roten Platz in Moskau. Die Bundesregierung wirft Russland fehlende Kooperation bei der Aufklärung vor. Daraufhin wiesen Berlin und Moskau jweils zwei Diplomaten aus. Der Besuch geht auf Einladung des Kremls zurück. Söder führt damit eine lange Tradition von Besuchen aus dem Freistaat fort: Zuletzt hatte Horst Seehofer 2017 den Kreml besucht, 30 Jahre nach dem Premierenbesuch von Franz Josef Strauß im selbst gesteuerten Flieger.

Die deutsch-russischen Beziehungen sind belastet, seitdem Russland 2014 die Krim illegal von der Ukraine annektiert hatte. Der Besuch sei auch eine Verstärkung der deutschen Außenpolitik. Ferner äußerte Söder den Wunsch, auch die wissenschaftliche Partnerschaft mit Russland zu entwickeln.

Ferner betonte Putin, dass bayerische Firmen seit 1995 in Russland sehr aktiv vertreten seien. Söder wurde auf seiner Russland-Reise vom Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, und Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) begleitet.

Auf der russischen Seite nahmen der Helfer des Präsidenten, Juri Uschakow, der Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Maxim Reschetnikow, der Moskauer Oberbürgermeister Sergej Sobjanin und der Vorstandsvorsitzende von "Rosneft", Igor Setschin, am Treffen teil. Bereits am Dienstag hatte sich Söder mit Menschenrechtlern etwa von den Organisationen Memorial und Golos getroffen.

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