Nach Hass und Drohungen: Auch Höppner sagt Moderation des Semperopernballs ab

Wegen Drohungen Mareile Höppner nicht beim SemperOpernball

Die MDR-Moderatorin Mareile Höppner wird den Semperopernball am 7. Februar in Dresden nun doch nicht moderieren.

Doch nun die Kehrtwende: "Mareile Höppner hat uns mitgeteilt, dass sie in den vergangenen Tagen einen unerträglichen Grad an Hass bis hin zu Bedrohungen erleben musste", teilte der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) am heutigen Samstagnachmittag auf Twitter mit. Der Sender sei erschüttert über das Ausmaß der Verrohung.

"Ich bin nun Opfer und Zielscheibe von schlimmstem Hass und Anfeindungen geworden. Selbst vor meinem Kind wurde dabei nicht halt gemacht". Eigentlich sollte die schöne TV-Moderatorin als Ersatz für Judith Rakers auf dem Semperopernball in Dresden moderieren (hier lesen Sie mehr).

Auf ihrem Instagram-Account erklärt die Moderatorin: "Ich hatte gehofft, nach all den Skandalen und der sehr berechtigten Kritik an der Auswahl eines Preisträgers, dass ich diesen Abend für ein neues Zeichen, für einen Abend im Sinne unserer guten demokratischen Werte, würde gestalten können". "Diese Entscheidung beruhte auf dem Wissen, was der Ball tausenden Dresdnerinnen und Dresdnern und Gästen bedeutet und dass der Semperopernball für sie alle für Weltoffenheit, Toleranz und Freiheit steht", schreibt der MDR weiter. Man werde "die künftige Übertragung des Balls anschließend intern kritisch auf den Prüfstand stellen". "Von dem Verantwortlichen des Balls erwarte ich, dass er endlich wirklich neue Zeichen setzt". Dann wurde Mareile Höppner gefragt, ob sie an der Seite von Roland Kaiser stehen wolle.

Höppner habe bereits Anzeige erstattet.

Die 42-jährige gebürtige Hamburgerin Höppner, unter anderem Moderatorin des vom MDR für die ARD produzierten Boulevardmagazins "Brisant", war am Donnerstag für die ARD-Moderatorin und Tagesschau-Sprecherin Judith Rakers eingesprungen.

Der MDR hat Mareile Höppner juristische Unterstützung angeboten. Hans-Joachim Frey dem ägyptischen Machthaber Abdel Farrah al-Sisi in Kairo den St. "Ich spiele also von Herzen gern die Feuerwehr und fühle mich geehrt, das zweite Mal den Ball zu moderieren", so Höppner. Georgs Orden verliehen und ihn u.a. als "Friedensstifter" bezeichnet. Eine umstrittene Entscheidung, denn der Menschenrechtsorganisation "Amnesty International" zufolge gibt es in Ägypten rund 60.000 politische Gefangene. Doch al-Sisi darf den 8000-Euro-Orden behalten. Seit sie jedoch den Semperopernball moderieren sollte, schlug ihr im Internet viel Hass entgegen.

Mittlerweile hat sich Ballchef Prof. Demnach nehme der Semper Opernball e.V. die Kritik sehr ernst. Wir möchten uns für diese Preisverleihung entschuldigen und davon distanzieren. "Die Verleihung war ein Fehler".

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