Elektromobilität - Opel: Eine Giga-Akkufabrik für Kaiserslautern

Elektromobilität - Opel: Eine Giga-Akkufabrik für Kaiserslautern

Am Standort Kaiserslautern produziert Opel zurzeit Komponenten und Motoren.

Die Fertigung von Batteriezellen für Elektroautos in Europa ist eine Schlüssel zu erfolgreichem Klimaschutz.

Die Firma Total will über ihre Tochtergesellschaft Saft und in Zusammenarbeit mit der PSA-Tochter Opel ihr Know-how zur Herstellung von Elektroauto-Akkus in Europa bündeln. Zwar stehen Genehmigungen der Kartellbehörden noch aus, doch es rechnet niemand damit, dass das Projekt daran noch scheitern könnte.

"In Kaiserslautern bauen wir Deutschlands größtes Werk für Batteriezellen. Wir investieren gemeinsam mit unserem Partner Saft einen Milliardenbetrag und schaffen 2.000 Arbeitsplätze".

"Wir errichten damit eine echte Giga-Factory!"

Für das zukunftsweisende Projekt mit Opel und Saft haben Deutschland und Frankreich nun eine Pilotfertigung auf den Weg gebracht. Es sei seit der Schaffung von Airbus das erste Mal, "dass wir eine industrielle Produktion dieser Größenordnung aufbauen", ergänzte der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire. In Nersac, Südfrankreich, geht bis Mitte 2021 eine Pilotanlage in Betrieb, für die Macron und Deutschlands Forschungsministerin Anja Karliczek jetzt den Startschuss gaben. Neben Kaiserslautern soll ein Werk in Nordfrankreich die jährliche Produktion von einer Million Batterien mit einer Kapazität von 48 Gigawattstunden realisieren. "Dies würde einer Produktion von einer Million Batterien pro Jahr entsprechen, was etwa zehn bis 15 Prozent des europäischen Marktes entspricht", so ein Total/Saft-Sprecher. Mit fünf Milliarden Euro wird das gesamte Investitionsvolumen veranschlagt, hinzu kommen milliardenschwere Fördermittel. Die Serienproduktion sei dann im nordfranzösischen Douvrin und in Kaiserslautern bei Opel geplant. Der Akkuhersteller CATL aus China will 2022 im thüringischen Arnstadt mit der Massenproduktion beginnen. Daimler wiederum legte Anfang April 2019 den Grundstein für ein neues Batteriewerk am Stammsitz Untertürkheim. Die finale Entscheidung des Vorstandes steht aber noch aus.

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