Alphabet-Quartalszahlen: Erstmaliger Einblick ins YouTube-Geschäft

Sundar Pichai bei einer Keynote auf der Google Entwicklerkonferenz i  o in Kalifornien

Damit ist das Werbegeschäft der Videoplattform doppelt so schnell gewachsen wie der Umsatz des Gesamtkonzerns (18% auf 161,9 Milliarden Dollar).

Der Google-Mutterkonzern Alphabet Börsen-Chart zeigen hat zum Jahresende weniger Umsatz gemacht als erwartet.

"Ich bin sehr zufrieden mit unseren anhaltenden Fortschritten im Suchmaschinengeschäft und beim Aufbau zweier unserer neueren Wachstumsbereiche", verkündete Vorstandschef Sundar Pichai mit Blick auf Youtube und die Cloud-Services mit IT-Diensten und Speicherplatz im Internet. Youtube brachte dem Alphabet-Konzern im vergangenen Jahr bereits Werbeerlöse von gut 15 Milliarden Dollar (13,5 Mrd Euro) ein. Das Cloud-Geschäft steuerte 2019 rund 8,9 Milliarden Dollar zum gesamten Konzernumsatz bei.

Im vierten Quartal des Vorjahres hat Alphabet 46,1 Milliarden Dollar umgesetzt (+17%) und davon 9,3 Milliarden Dollar Betriebsgewinn geschöpft (+11%). Es handelt sich um das schwächste Wachstum seit fünf Jahren - Analysten hatten mit wesentlich mehr Umsatz gerechnet.

Sundar Pichai bei einem Auftritt im Jahr 2010. Damals war er bereits Vizepräsident des Produktmanagements
Icon vergrößern Sundar Pichai bei einem Auftritt im Jahr 2010. Damals war er bereits Vizepräsident des Produktmanagements Mark Lennihan AP

Anleger reagierten enttäuscht und ließen die zuletzt stark gestiegene Alphabet-Aktie nachbörslich zunächst um rund vier Prozent fallen. Pichai, der nach Erfolgen als Chef der Tochter Google im Dezember auch die Führung des Dachkonzerns Alphabet von Mitgründer Larry Page übernommen hatte, setzte bei seiner ersten Bilanzvorlage also gleich neue Maßstäbe in Sachen Transparenz an.

Der Gewinn erreichte 10,67 Milliarden US-Dollar oder 15,35 US-Dollar pro Aktie, verglichen mit der durchschnittlichen Schätzung der Analysten von 8,787 Milliarden US-Dollar (12,53 US-Dollar pro Aktie). YouTubes Werbeerlöse kletterten im Jahresvergleich von 3,6 Milliarden auf 4,7 Milliarden Dollar, in der Cloud-Sparte gab es eine Zunahme von 1,7 Milliarden auf 2,6 Milliarden Dollar. Sie lagen im Schlussquartal mit 36,8 Milliarden Dollar um 18,5 Prozent über dem Wert vor Jahresfrist. Der Konzern stellt Tausende von Vertriebsmitarbeitern ein, baut neue Rechenzentren und gibt viel Geld für Marketing aus.

Gegenüber 2018 ist der Jahresbetriebsgewinn Alphabets um ein Viertel auf 34,2 Milliarden gestiegen, dazu kommen die um gut ein Viertel auf 5,4 Milliarden Dollar geschrumpften anderen Gewinne.

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