Washington erhöht Strafzölle auf EU-Flugzeugimporte | Wirtschaft Überblick

Auch Strafzölle von 100 Prozent wären möglich gewesen Ein A350 fliegt über das französische Hauptquartier nahe Toulouse

Die Zölle wirken bereits ab Mitte März, doch im Bundeswirtschaftsministerium gibt man sich gelassen.

Hintergrund ist ein seit 15 Jahren vor der Welthandelsorganisation (WTO) ausgetragener Streit über staatliche Hilfen für den europäischen Flugzeugbauer Airbus wie auch für dessen amerikanischen Konkurrenten Boeing in Milliardenhöhe. Der Schritt ist Teil eines langjährigen Streits, bei dem die USA versucht haben, die EU dafür zu bestrafen, dass sie Airbus Subventionen angeboten haben, die dem amerikanischen Flugzeughersteller Boeing Co. geschadet haben.

Washington hatte am Freitag angekündigt, die Zölle wegen rechtswidriger EU-Subventionen für den europäischen Flugzeugbauer Airbus von 10 auf 15 Prozent anzuheben.

"Wir sollten uns darüber nicht allzu viele Sorgen machen".

Ein Sprecher der EU-Kommission erklärte dazu am Samstag: "Wir nehmen die US-Entscheidung zur Kenntnis". Der Konzern umgehe somit die "verheerende Wirkung", welche die Strafzoll-Erhöhung hätte haben können. Zugleich betonte es erneut: "Wir lehnen einseitige Zollerhöhungen ab". "Ich fühle mich in dieser Situation sehr solidarisch, denn alle europäischen Produkte, die von den Zöllen betroffen sind, leiden wirklich unter dieser Situation - und wir sind eines davon". "Wir brauchen weniger Zölle, nicht mehr Zölle", hieß es in der Erklärung des Ministeriums.

Die US-Regierung erhöht die Strafzölle gegen Importe von Flugzeugen aus der EU von 10 auf 15 Prozent. Dies solle auf Grundlage der konkreten Vorschläge der EU zu bestehenden Subventionen und künftigen Regelungen in dem Bereich geschehen. Ein Schlichter soll die Höhe erlaubter EU-Vergeltungszölle festlegen. Die EU rechnet mit Milliardensummen.

Die EU wartet unterdessen ihrerseits auf eine Entscheidung der WTO zu unerlaubten Subventionen für den US-Flugzeugbauer Boeing.

Seit Trumps Amtsantritt vor drei Jahren haben sich die Handelsbeziehungen zwischen den USA und der EU verschlechtert, weil dem Präsidenten das Defizit in der US-Handelsbilanz ein Dorn im Auge ist.

Als Teil des Rechtsstreits verhängte der US-Handelsbeauftragte im Oktober auch Zölle auf eine Reihe von EU-Lebensmitteln, darunter bestimmte Weine, Käse und Oliven.

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