Elf Tote in Hanau - mutmaßlicher Schütze tot

Ein 43-jähriger Deutscher schießt in zwei Shisha-Bars und einem Kiosk in Hanau um sich und tötet neun Menschen mit Migrationshintergrund.

Laut BILD handle es sich bei dem Täter um einen Deutschen mit dem Namen Tobias R. Der Inhalt seines Bekennerschreibens lässt einenrechtsradikalen Hintergrund der Tat von Hanau vermuten. Durch die Schüsse sind noch weitere Menschen verletzt worden - teilweise schwer. An zwei verschiedenen Orten sind gegen 22 Uhr Schüsse gefallen. Als rechtsextrem sei der mutmaßliche Täter damals nicht aufgefallen. Die Informationen deuten auf einen Suizid hin.

Nach Zeugenaussagen zu einem Fluchtfahrzeug seien Spezialkräfte der Polizei in eine Wohnung im Stadtteil Kesselstadt eingedrungen, so der Sprecher.

Nur rund zwei Kilometer davon entfernt im Stadtteil Kesselstadt befindet sich ein weiterer Tatort. Dort saßen später im Frühstücksraum noch weitere Frauen versammelt, mit Tränen in den Augen. Auch die Wohnung des mutmaßlichen Täters liegt in Kesselstadt. Ein mutmaßlicher weiterer Tatort im Stadtteil Lamboy bestätigte sich nicht.

Nach Informationen aus Sicherheitskreisen behauptete der Täter in einem knapp einstündigen Video etwa, Deutschland werde von einem Geheimdienst mit weitreichenden Fähigkeiten gesteuert.

Wer ist der mutmaßliche Täter?

Der mutmaßlicheTäter war Sportschütze in einem Verein in Frankfurt und besaß legal zwei Waffen sowie einen Waffenschein.

In dem Fahrzeug von Tobias R. - offenbar einem schwarzen BMW - fand die Polizei zahlreiche Schusswaffen. Seine Leiche wurde in dem Reihenhaus aufgefunden, in dem er wohnte.

Somit sind der oder die Täter noch immer auf der Flucht, die Polizei fahndet mit einem Großaufgebot nach dem oder den Schützen.

Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen in dem Fall übernommen. Die Entscheidung fiel bereits in den frühen Morgenstunden. Grund hierfür ist ein Bekennerschreiben, das auf eine fremden- und ausländerfeindliche Motivation hindeuten soll.

Was ist das Motiv des Gewaltverbrechens?

Es sei eine Homepage mit mutmaßlich fremdenfeindlichem Hintergrund gefunden worden. Beuth sprach vom "Verdacht einer terroristischen Gewalttat". Dem Sender Tagesschau 24 zufolge werden darin rassistische und auch völkische Motive für die Tat deutlich.

Die Ermittler fanden in der Wohnung zudem ein Video. Die Aufnahme, welche der Mann wenige Tage vor der Tat veröffentlichte, enthält eher wirre Verschwörungstheorien auf englisch - eine "persönliche Botschaft an alle Amerikaner", aufgenommen in einer Privatwohnung.

In dem Video sagt der Mann, in den USA existierten unterirdische Militäreinrichtungen, in denen Kinder misshandelt und getötet würden. Dort würde auch dem Teufel gehuldigt. Amerikanische Staatsbürger sollten aufwachen und gegen diese Zustände kämpfen. Hinweise darauf gibt ein Video, in der er sich unter anderem negativ über Migranten aus arabischen Ländern und der Türkei geäußert haben soll.

Related:

Comments

Latest news

Ozzy Osbourne sagt erneut Konzerte ab
Die geplanten Termine in Europa im Herbst, unter anderem am 16.11.in Wien und am 26.11.in München , sollen aber stattfinden. In einem dazu veröffentlichten Pressetext gibt der Künstler an, wegen gesundheitlicher Probleme nicht spielen zu können.

Hat ein Kulmbacher "Das Ding des Jahres"?
Fast alle Verpackungen heutzutage bestehen aus Plastik. "Diese Erfindung muss massentauglich gemacht werden!". Schließlich scheint die Erfindung voll und ganz im Namen einer nachhaltigen Umwelt zu stehen.

Nach 26 Jahren: Ehe-Aus bei Jürgen Trovato & Marta
Jetzt nimmt er sein Handy überall hin mit und telefoniert in anderen Räumen", so die aus Mönchengladbach stammende Familienmutter. Teil der Sendung war auch Tochter Sharon, die seit Anfang Februar mit "DSDS"-Gewinner Severino Seeger zusammen ist".

Nordrhein-Westfalen - Alexander Klaws als Jesus in der RTL-Passion
In den Niederlanden läuft das Live-Musik-Event bereits seit 10 Jahren und sorgt jedes Jahr für herausragende Einschaltquoten. So schaffen wir ein Abbild unserer Gesellschaft und erleichtern die Identifikation mit der Passionsgeschichte".

Polizei: Keine Hinweise auf weitere Täter in Hanau
Darin sagt der Mann, in den USA existierten unterirdische Militäreinrichtungen, in denen Kinder misshandelt und getötet würden. Dabei komme es natürlich auch zu vielen Kontrollen, sagte der Polizeisprecher mit Blick auf Spekulationen über Festnahmen.

Other news