Demo mit 20 000 Unterstützern: Greta-Alarm in Hamburg

Bild zu Greta Thunberg spricht in ein Mikrofon

Im Hamburger Innenstadtbereich wird es am kommenden Freitag, 21.02.2020, ab 6 Uhr bis in den späten Abend durch Straßensperrungen zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. "Die Entscheidungsträger verhalten sich immer noch so, als ob alles gut wäre und die Wissenschaft wird immer noch ignoriert", sagte Thunberg. Sie wisse nicht, wie Politiker ihren Kindern in die Augen schauen können, während sie ihnen die Zukunft stehlen. "Wir sind traurig, wir sind wütend", sagte Yavuz Feroglu vom kurdischen Dachverband Nav-Dem.

Laut Schätzungen der Polizei demonstrierten rund 20.000 Menschen in der Hamburger Innenstand. Grund dafür ist der "Fridays for Future" Klimastreik, der von 12 bis 18 Uhr im Zentrum Hamburgs stattfindet und für den 30.000 Teilnehmer erwartet werden.

HAMBURG taz | Der Platz rund um das Podium am Heiligengeistfeld glich einem kleinen Festival: Musiker*innen wie Fettes Brot, DJ Dynamite und Mal Élevé, traten auf, Spenden wurden gesammelt, Sprechchöre angestimmt: "What do we want?" "Es ist für uns eine große Ehre dabei zu sein", sagte ein Bandmitglied.

Die "Fridays for Future" Bewegung wurde von der 17-jährigen Klimaaktivistin Greta Thunberg im April 2019 ins Leben gerufen und ist mittlerweile global bekannt. Bei der U-Bahnbrücke am Rödingsmarkt seilten sich zwei Aktivsten der Umweltgruppe Robin Wood ab und entrollten ein Plakat mit der Aufschrift "Klimawandel - schneller als die Politik erlaubt". "Das könnte die letzte Wahl sein, um noch einen effektiven Klimaschutz zu erreichen", meinte die 17-Jährige. Und die AfD hat eine konkrete Befürchtung: Thunberg kommt nur deshalb nach Hamburg, um die potentiellen Wähler dort zu manipulieren. "Ich möchte, dass er, wenn er so alt ist wie ich, auch noch in einer lebenswerten Welt leben kann", sagte die 33-Jährige. "Klimaschutz ist längst mehrheitsfähig und es ist absurd, dass wir in dieser Stadt die Ziele des Pariser Abkommens verfehlen werden", sagte Sprecherin Annika Rittmann. "Das ist das Jahr 2020".

Vor fast genau einem Jahr - am 1. März - hatte die schwedische Klimaaktivistin das erste Mal an einem Klimastreik in Hamburg teilgenommen.

Die AfD übt nun Kritik am Besuch von Greta Thunberg in Hamburg.

Zwei Tage vor der Bürgerschaftswahl gingen in Hamburg am Freitag wieder Tausende Schüler und Studenten für eine bessere Klimapolitik auf die Straße.

Der in Hamburg lebende Musiker Bill Ramsey (88/Pigalle) ist vom Bundespräsidenten mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden.

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